101 Jahre: Der Wanfrieder Ernst Hähnert blickt auf ein bewegtes Leben zurück

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101 Jahre: Der Wanfrieder Ernst Hähnert blickt auf ein bewegtes Leben zurück

Wanfried. 101 Jahre bieten viel Zeit, um ein bewegtes und erfülltes Leben zu führen: Ernst Hähnert aus Wanfried blickt mit stolz zurück. Am heutigen Sonntag feiert er seinen Geburtstag im Altenpflegezentrum Plesseblick.

Trotz des hohen Alters erzählt Hähnert mit klarem Verstand von den vielen Stationen seines erfüllten Lebens: "Sicher lebte ich in keiner einfachen Zeit", berichtet der 101-Jährige. Prägten doch gleich zwei Weltkriege sein Leben.

Bei Weimar geboren besuchte er als kleiner Junge zunächst die Schule. Doch zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er vom Militär eingezogen. Er kämpfte in Frankreich, Russland und Polen bis zum Ende des Krieges. Nachdem er schon den zweiten Krieg im laufe seines Lebens überstanden hatte, verschlug es den jungen Hähnert nach Wanfried. Dort lernte er seine Frau Lieselotte Müller kennen und lieben. So wurde er sesshaft in der schönen Stadt am Fuße des Plessefelsens. Zusammen zog er mit seiner Frau die gemeinsame Tochter groß, die ihnen später zwei Enkel schenkte. Heute ist Hähnert sogar bereits stolzer zweifacher Urgroßvater.  

In Wanfried arbeitete er als junger Mann vorerst in einer Feldküche und bereitete das Essen für die amerikanischen Soldaten zu, welche zur Besatzungszeit auch in Wanfried Einzug fanden. Anschließend begann er bei Wanfried Druck zu arbeiten. Ganze 28 Jahre war er in dem Betrieb tätig, bis er in den wohlverdienten Ruhestand ging. Jedoch langweilte sich Hähnert auch im Alter nicht. Das Engagement im Wanfrieder Schützenverein und der Wanfrieder Feuerwehr hielten ihn auf Trab. In die Vereine trat er schon ein, nachdem er sich in Wanfried niederließ und bis heute spielen sie eine große Rolle in Hähnerts Leben. Durch seine außerordentlich gute Gesundheit war er dort noch lange aktiv und konnte sein Leben bis ins hohe Alter selbst gestalten. Mit 99 Jahren zog er schließlich in das Altenpflegezentrum Plesseblick, wo er gut umsorgt sein hohes Alter genießt.

Von Alina Schäfer

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