Stadtverordnetenversammlung fasst Grundsatzbeschluss

Hotel und Restaurant Zum Schwan steht vor dem Verkauf

+
Hotel und Restaurant Zum Schwan

Wanfried. Die Stadtverordnetenversammlung von Wanfried entscheidet am Freitagabend, ob das Hotel und Restaurant Zum Schwan verkauft werden soll. Die Abgeordneten sollen grundsätzlich darüber entscheiden. Nach dem Verkauf der Gemeindeschenken in Altenburschla, Heldra und Völkershausen ist der Schwan die letzte Gaststätte, die die Stadt verpachtet hat.

„Es gehört nicht zu den originären Aufgabe einer Kommune, Gastronomie bereitzuhalten“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard auf Anfrage der Werra-Rundschau. Darüber hinaus belastet das vor rund 15 Jahren aufwendig renovierte historische Gebäude den städtischen Haushalt jährlich mit rund 25 000 Euro. Dazu kommen Instandsetzungen und Zinsen. Die Stadt Wanfried muss im Jahr 2015 als erste Kommune im Werra-Meißner-Kreis aufgrund des Schutzschirm-Vertrags einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Wanfried hatte sich schon von zwei Mehrfamilienhäusern getrennt und will das Keudell’sche Schloss verkaufen. Das Parlament hatte 1999 beschlossen, das vor dem Verfall stehende und ortsbildprägende Gebäude zu sanieren und anschließend auch öffentlich zu nutzen. Dafür sind Fördermittel geflossen, die 20 Jahre zweckgebunden sind. Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist die Fördermittelbindung bei einem Verkauf kein Problem. „So lange der Zweck der Gemeinschaftseinrichtung bestehen bleibt“, sagt Gebhard. Das Hotel und Restaurant verfügt über einen angrenzenden Bürgersaal, der auch öffentlich genutzt werden kann. Wenn die Stadtverordnetenversammlung am Freitagabend einen Grundsatzbeschluss trifft, wird der Magistrat ein Wertermittlungsverfahren einleiten und anschließend nach einem Käufer suchen. „Die aktuelle Pächterin Elli Dingel soll eng in den Verkaufsprozess miteinbezogen werden“, sagt Gebhard. Die Sitzung am Freitagabend beginnt um 19 Uhr in besagtem Bürgersaal des Schwans. Auf der Tagesordnung stehen außerdem noch der Austritt der Stadt aus dem Tourismus-Zweckverband (wir berichteten) und die Verkleinerung des Parlaments auf voraussichtlich 19 Sitze. (ts)

Kommentare