Im Wanfrieder Hof sollen barrierefreie Wohnungen entstehen

Blick von der Bahnhofstraße: So ähnlich könnte der umgebaute Wanfrieder Hof einmal aussehen. Sicher ist, dass die Hoffläche begrünt werden soll. Die Fassade zur Marktstraße hin (nicht im Bild) wird auf jeden Fall weiter aus Fachwerk bestehen. Foto: Luther Bauplanung

Wanfried. Der altehrwürdige Wanfrieder Hof an der Marktstraße soll umgebaut werden. Die Geschwister Monika, Stephan und Michael Rexrodt planen, das in dritter Generation im Familienbesitz befindliche Fachwerkgebäude zu einer Senioren-Begegnungsstätte mit Tagespflege umzubauen.

Im ersten Stockwerk des ehemaligen Hotels sollen neun barrierefreie Wohnungen entstehen. Die Stadt Wanfried will sich an der Finanzierung beteiligen, um Geld aus dem Förderprogramm Stadtumbau West loszueisen. Wir erklären, warum sich die Investition für die Stadt rechnen könnte.

1. Überschaubares Invest: Die Stadt Wanfried wird sich voraussichtlich mit 20 000 Euro beteiligen. Damit sorgt sie dafür, dass 200 000 Euro aus dem Förderprogramm ausgeschüttet werden. 66 000 Euro übernimmt der Bund, 66 000 Euro das Land. 48 000 Euro muss die Investorenfamilie Rexrodt aufbringen. Insgesamt investieren die drei Geschwister rund eine Million Euro in das Gebäude.

2. Ortsbildprägendes Gebäude: Der Wanfrieder Hof gehört zu den markantesten Gebäuden in der belebtesten Straße der Stadt. Gegenüber liegen das Rathaus und das Hotel Zum Schwan. Beide Häuser wurden bereits umfangreich saniert. Der Wanfrieder Hof fällt nach einigem Investitionsstau in direkter Nachbarschaft etwas ab.

3. Belebung von Bahnhof- und Marktstraße: Als Eckgebäude der beiden belebtesten Straße in der Wanfrieder Innenstadt kommt dem Haus eine besondere Bedeutung zu. Zum einen gibt es der Marktstraße einen neuen Impuls, zum anderen komplettiert sie die Erneuerung der Bahnhofstraße. Hier sind die Filialen von VR-Bank, Sparkasse und der Bäckerei Wolf in Schuss. Gerade wird der Rewe-Supermarkt für rund vier Millionen Euro neu aufgebaut.

4. Seniorengerechte Wohnungen: Senioreneinrichtungen gibt es bereits einige in Wanfried. Genau wie in allen anderen Städten des Kreises fehlt es aber an ausreichendem barrierefreien Wohnraum. Neun Ein- bis zwei Zimmerwohnungen könnten in den oberen Stockwerken entstehen. Alle sind dann per Aufzug erreichbar.

Auch die Mieter könnten die Tagespflege im Erdgeschoss in Anspruch nehmen. Hier werden etwa 20 Plätze entstehen. „Genaue Angaben werden bis zur Abgabe des Bauantrags im Mai feststehen“, sagt Monika Rexrodt.

5. Arbeitsplätze: Wenn der Betrieb läuft, bieten die Geschwister Rexrodt 20 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze an. Im September soll der Umbau beginnen.

Entkernt ist das Gebäude bereits. Im ersten Quartal 2017 sollen die Tagespflege im Erdgeschoss und die Wohnungen im Obergeschoss beziehbar sein.

Kommentare