Folgen des Hochwassers

In Wanfried und Heldra wird bereits aufgeräumt

Pumpen im Dauereinsatz: Die Häuser An der Tränke in Wanfried sind durch das Hochwasser besonders beschädigt worden. Das Wasser aus dem Werra-Arm stand teilweise mehrere Zentimeter hoch in den Wohnräumen. Foto:  Meyer

Wanfried/Eschwege. Der Werra-Pegel fällt. Erleichterung macht sich breit. Gleichzeitig werden aber auch die Schäden sichtbar, die das Hochwasser hinterlassen hat.

In Wanfried und Heldra laufen die Pumpen bereits auf Hochtouren, um das Wasser aus Wohnräumen, Kellern und Garagen zu schaffen. „Langsam wird damit begonnen die Sicherheitsmaßnahmen abzubauen“, bestätigt auch der Wanfrieder Stadtbrandinspektor Benedikt Beckmann.

Besonders schlimm haben die Wassermengen einige Anwohner der Straße An der Tränke in Wanfried getroffen. „Vor zwei Jahren war es schon schlimm, aber so hoch war das Wasser noch nie“, sagt Margret Langelotz. Sie 70-Jährige wohnt seit 51 Jahren in Wanfried, aber das hat sie noch nicht erlebt. Knapp zehn Zentimeter habe das Werrawasser in den Wohnräumen gestanden. Der Fußboden im Wohnzimmer aufgequollen, sobald das Wasser vor der Haustür abgeflossen ist, sollen die Möbel erstmal in die Garage geschafft werden. Erst dann wird sich der ganze Schaden zeigen. „Wir haben noch Sonntagnacht die Feuerwehr angerufen, ohne den Wassersauger, wäre wahrscheinlich noch schlimmeres passiert“, vermutet Langelotz.

Ute Walter wohnt in der Werrastraße in Heldra. Auch in ihrem Wohnzimmer stand das Wasser mehrere Zentimeter. Ein Hochwasserschutz hatte bisher dafür gesorgt, dass die Wohnräume vom Wasser verschont wurden, aber diesmal konnte auch die Mauer die Massen nicht stoppen. Der ganze Garten sei eine Fläche gewesen, selbst durch die Fugen des Holzfußbodens der Terrasse sei das Wasser gedrückt worden, berichtet Walter. Was das Wasser in ihrem Garten für Schäden hinterlassen hat, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen zeigen.

Bilder von den Folgen des Hochwassers

In Wanfried und Heldra wird bereits aufgeräumt

„In den betroffenen Eschweger Stadtteilen ist der Wasserdruck noch zu stark, um mit dem Abpumpen beginnen zu können“, sagt Stadtbrandinspektor Horst Brand. Die Lage habe sich aber aufgrund der fallenden Pegelstände entspannt.

Von Kathrin Meyer

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