Markus Reischek und Dr. Stefan Frinken haben das Wanfrieder Unternehmen gekauft

„Werkmeister hat noch großes Potenzial“

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Halten seit Jahresanfang bei Werkmeister alles in der Hand: Dr. Stefan Frinken (links) und Markus Reischek sind die neuen Geschäftführer. Nach einer Phase der Professionalisierung soll das Wanfrieder Erfolgsunternehmen weiter wachsen.

Wanfried. In der Branche hat die Werkmeister GmbH einen guten Namen. Werkmeister steht für Qualität und schnelle individuelle Problemlösungen.

Für Markus Reischek und Dr. Stefan Frinken war es deshalb kein Problem für Werkmeister in die nordhessische Provinz zu wechseln. Denn beide sind Branchenkenner und arbeiten seit über 15 bzw. 20 Jahren in der Gesundheitswesen-Industrie. Seit Anfang des Jahres sind die beiden Geschäftsführer der Werkmeister GmbH. Sie sind die Nachfolger von Eva und Hans-Jürgen Germerodt, die die Firma seit 1986 kontinuierlich vergrößert haben.

„Werkmeister hat noch großes Potenzial“, sagt Frinken über seine Entscheidung, nach Wanfried zu gehen. Er hatte Angebote von größeren Firmen, die Möglichkeiten bei Werkmeister haben den Arzt und Kaufmann aber mehr angesprochen, als sein Freund Markus Reischek, mit dem er acht Jahre bei der Ofa GmbH in Bamberg zusammenarbeitete, ihn kontaktierte. Reischek war bereits seit Ende 2010 bei Werkmeister beschäftigt. „Ich kenne Hans-Jürgen Germerodt seit Ende der 1990er Jahre“, sagt Markus Reischek. „In dieser Zeit habe ich ihn und seine Arbeit in Wanfried schätzen gelernt.“ Reischek kam wegen des interessanten Aufgabengebiets zu Werkmeister und öffnete für den ehemaligen Kollegen die Tür, ebenfalls als Nachfolger des Ehepaars Germerodt einzusteigen.

Eva und Hans-Jürgen Germerodt übernahmen 1986 den Betrieb und bauten ihn zu einem mittelständischen Unternehmen aus, der als zuverlässiger Partner des Sanitätsfachhandels und der Orthopädie- und Rehatechnik gilt. Von Anfangs drei Mitarbeitern steigerte sich das Personal auf mittlerweile über 80 Mitarbeiter am Standort Wanfried. Der Firmensitz wurde 1994 an die Eschweger Straße verlegt. 2005 und 2007 wurden die Produktions- und Lagerräume erweitert.

Die Potenziale von Werkmeister konkretisiert Frinken. „Unsere große Stärke ist der Freiverkauf - also das Geschäft außerhalb eines Rezepts.“ Auch im Klinikbereich gebe es Luft nach oben. Insgesamt sei Werkmeister für die Größe des Unternehmens sehr breit aufgestellt. Deshalb soll der Betrieb weiter wachsen. Nicht sofort, aber auf lange Sicht. „Wir müssen jetzt erst mal die Abläufe professionalisieren“, sagt Reischek. In den vergangenen fünf Jahren sei das Unternehmen sehr schnell gewachsen. Das müsse jetzt gefestigt werden.

Für die Zukunft planen Reischek und Frinken für Werkmeister eine kontinuierliche Vergrößerung. Die Folge: Es müssen mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Die wird es vor Ort wahrscheinlich nicht geben, obwohl Werkmeister Spezialisten für den eigenen Bedarf ausbildet. Drei Azubis in Marketing, kaufmännischer Abteilung und Lager sowie zwei Berufsstudenten beschäftigt die Firma momentan. Sie studieren mittelständische Wirtschaft und Modeschneiderin im Betrieb und an der Hochschule. „Wir bilden nicht mehr Menschen aus, als wir später brauchen.“ Kurzfristig ist es geplant, Fachkräfte ins Werratal zu holen. „Die Umgebung hier ist umwerfend, die Menschen freundlich und zuvorkommend und wir bieten als Unternehmen eine attraktive Herausforderung an“, sagt Frinken.

Von Tobias Stück

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