Wo einst gemahlen wurde, wird heute Energie erzeugt / Wanfrieder Versorger lässt Traditionsnamen aufleben

Werra-Gold: Von Mehl zu Strom

Verpackung: Heinrich Büchner (links) und Andreas von Scharfenberg präsentieren die Werra-Gold-Tüten, in denen jetzt Brötchen verpackt werden. Sie sind den alten Mehltüten nachempfunden Foto: dw

Wanfried. Wo die Werra einst Mühlräder antrieb und in der Mühle Getreide zu Mehl der Marke „Werra-Gold“ verarbeitet wurde, wird jetzt mit Wasserkraft Strom erzeugt. Und zwar etwa 2,2 Millionen Kilowattstunden im Jahr, ausreichend für beinahe 600 Haushalte.

Pünktlich zum großen Wanfrieder Stadtfest „1200 Jahre Wanfried“ lässt das Elektrizitätswerk, ehemals „Werra-Mühlen Wanfried“, den Traditionsmarkennamen wieder aufleben: „Werra-Gold“ wird künftig als Namenszusatz für die Stromtarife des E-Werks verwendet.

„Wir wollen damit eine historische Brücke zwischen den guten alten Zeiten der Werra-Mühlen und dem heutigen Elektrizitätswerk schlagen“, sagte Geschäftsführer Andreas von Scharfenberg. Zudem wolle man auf die Stromerzeugung mittels Werra-Wasserkraft hinweisen, die einen wesentlichen Anteil der Eigenstromerzeugung darstelle, so von Scharfenberg.

Als einmalige Werbeaktion zur Einführung dieses historischen Markennamens wurde eigens eine Tüte gedruckt, die in historischer Aufmachung der Mehlmarke „Werra-Gold“ gehalten ist und die moderne Version der Werra-Gold Strom-Tarife zeigt. Bäckereien im Versorgungsgebiet des E-Werks in Hessen und Thüringen werden darin ab kommenden Montag ihre goldgelben Brötchen verpacken.

Zusätzlich zu diesem Werbeauftritt wird es anlässlich des Stadtfestes Führungen durch das Mühlenarchiv und die historische Werra-Mühle anbieten, die Heinrich Büchner übernehmen wird.

45 Jahre war er im Unternehmen tätig, von 1965 bis 1997 war er Geschäftsführer und hat alle Daten und Geschichten um den Traditionsbetrieb in einer Broschüre und Exponate in einer Mühlen-Ausstellung zusammengetragen.

Neben den Führungen beim Stadtfest sind eine Dauerausstellung zur Geschichte der Werra-Mühlen bis zum E-Werk während der Geschäftszeiten zu besichtigen.

Infos unter: www.ewwanfried.de.

Von Diana Wetzestein

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