Musterhaus in Wanfried: Immobilienberater wollen Fachwerk besser vermarkten

Ausführliche Informationen: Bürgermeister Wilhelm Gebhard (links) lobte diese von der Bürgergruppe und dem Vorstand der VR-Bank, Stefan Fross, gestartete Initiative. Das Potenzial des Fachwerkmusterhauses werde so für die Vermarktung aller Fachwerkhäuser im Kreis genutzt. Foto: Wetzestein

Wanfried. Die Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser hat jetzt erstmals die Immobilienmakler und -finanzierer während eines kompletten Seminartags im Fachwerk-Musterhaus der Stadt geschult. Die Mitarbeiter der VR-Bank Werra-Meißner waren gekommen, um ihre Kundenbetreuung und die Vermarktung von Fachwerkimmobilien zu verbessern.

Außerdem soll die Wertschätzung für dieses Kulturgut gesteigert werden. Nach einem Vortrag über Fachwerkentwicklung und die Geschichte des Zimmererhandwerks von Diana Wetzestein wurde der Schwerpunkt der Referenten Jürgen Rödiger, Dieter Franke und Erich Böck auf die moderne Sanierung mit ökologischen Baustoffen gelegt. Bei einem Rundgang durchs Musterhaus und auf eine von der Bürgergruppe betreute Baustelle konnten einige Fragen direkt an Ort und Stelle beantwortet werden.

Zeit für Planung

„Wir versuchen für jedes Haus den richtigen Käufer zu finden, damit der mit dieser Immobilie glücklich wird“, sagt Jürgen Rödiger. Darum raten und unterstützen die Mitglieder der Bürgergruppe vor allem bei der Konzeption einer Sanierungsmaßnahme. „Es zahlt sich aus, sich die Zeit für die richtige Planung zu lassen. Auch eine günstige Immobilie kann sonst zu einem finanziellen Problem werden“, sagte er.

Das können Patrik Walter und seine Kollegen auch bestätigen. „Bei der Vergabe von Krediten müssen wir den Kunden klarmachen, dass deren Investition nicht gleichzeitig eine dementsprechende Wertsteigerung der Immobilie ausmacht“, so Walter, der in der Beratung durch die Bürgergruppe für seine Kunden mehr Planungssicherheit sieht. „Ich kann jedem raten, sich vor der Sanierung oder dem Kauf eines Fachwerkgebäudes das Fachwerkmusterhaus anzusehen und sich dort beraten zu lassen“, sagte der Finanzfachmann aus Eschwege später.

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