Alte Landmaschinen stehen im Mittelpunkt

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Dreschfest Reichensachsen

Reichensachsen.  Zum 32. Mal findet am Sonntag, 21. August, das Dreschfest in Reichensachsen statt. Zu sehen gibt es historische Landmaschinen und Vorführungen aller Art.

Wasserdampf steigt aus dem Wagen hervor, verdichtet sich und hüllt das Gefährt nach einer Weile fast ein. Was spektakulär aussieht, hat auch einen historischen Hintergrund: Der Wagen gehört zu einer Dämpfkolonne, die früher dazu eingesetzt worden ist, Kartoffeln zu dämpfen, damit diese als Futter für die Schweine länger haltbar blieben.

Heute ist ein solches Gefährt nur noch selten zu sehen – unter anderem an diesem Sonntag, 21. August. Dann nämlich findet wieder das Dreschfest in Reichensachsen statt, bereits zum 32. Mal richtet der Verein historischer Landmaschinen das aus. Vorgeführt wird ab 10 Uhr auf dem Festplatz am Reichensächser Sportplatz dann auch die Dämpfkolonne. „2000 Liter Wasser passen in den Kessel, 25 Zentner Kartoffeln in einen der vier Behälter, in denen die Erdäpfel gegart werden“, erzählt Volker Leimbach vom Verein. Das dauert natürlich seine Zeit, „so eineinhalb Stunden werden schon vergehen“.

Diese Dämpfkolonne ist natürlich nicht das einzige Gerät, was ausgestellt wird: Auch ein Mähbinder und eine Dreschmaschine werden zu sehen sein. Beide Maschinen haben vor wenigen Jahrzehnten erledigt, was heute der Mähdrescher in einem macht: Das Getreide wird auf dem Feld gebindert, die Gaben werden dann mit einem Leiterwagen zur Dreschmaschine gefahren. Die drischt die Ären aus und trennt so das wertvolle Korn und das Stroh voneinander.

Das Programm

Los geht das 32. Dreschfest am Sonntag, 21. August, ab 10 Uhr auf dem Festplatz in Reichensachsen neben dem Sportplatz. Ausgestellt werden alte Landmaschinen, einige wie eine Dämpfkolonne und ein Mähbinder werden auch vorgeführt. Zudem kommt ein Messerschmied mit seiner mittelalterlichen Schmiede und tierisches Geleit: Gerhard Döring aus Weißenborn bringt sein rätisches Grauvieh mit, das demonstriert, wie die Leiterwagen früher vom Mähbinder zur Dreschmaschine kamen.

Zudem wird der fahrbare, vereinseigene Backofen zum Einsatz kommen: In dem werden auf Schamottsteinen Kartoffelspalten gebacken und haben einen ganz eigenen, rauchigen Geschmack. Während das wohl wahrscheinlich vor allem die Älteren freut, wartet auf die Kinder (und die Junggebliebenen) ein ganz anderes Highlight: Aus Strohballen wird eine Rutsche aufgebaut, die es ordentlich in sich haben wird.

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