Panamahut des Bürgermeisters vertrieb das Regenwetter

Festumzug zum Wichtelfest im Zeichen von Frieden und Toleranz

Spaßmacher: Clowns aus dem Zirkus Kleeblattschule.

Reichensachsen. Heute fand in Reichensachsen zum wiederholten Mal der Festumzug im Rahmen des Wichtelfests statt. Mit dabei waren Schulen, Kindergärten, Vereine und viele bekannte Gesichter.

Das gute Omen kam am Sonntagnachmittag in Form des Strohhutes von Bürgermeister Jochen Kistner. Der leuchtend helle Panamahut des Wehretaler Verwaltungschefs vertrieb auch die letzten Regenwolken, die sich anschickten, den Festzug der Wichtelmänner, -frauen und -kinder zu stören.

Ankunft der Wichtel

Der Fanfarenzug Reichensachsen kündigte den zahlreichen Besuchern das Kommen der Symbolfiguren an, die unter den Klängen von „Heinzelmännchens Wachparade“ der Blaskapelle Ulfener Jungs das Terrain unterhalb des Wichtelbrunnens betraten. Ihr gemeinsamer Appell zum friedlichen Miteinander sowie zu Frieden und Toleranz leitete über zu Bürgermeister Jochen Kistner, der die Bürger sowie Gäste aus nah und fern auf das Herzlichste begrüßte.

Festzug I

Reichensachsen ohne Nachwuchssorgen: Dem Bürgermeister muss das Herz gelacht haben, als die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Wilde Wichtel“ den Festzug bevölkerten. In neongelben Warnwesten gekleidet, wiesen selbst die Jüngsten nachhaltig auf den Straßenbau hin, der ja pünktlich zum Fest seinen vorläufigen Abschluss gefunden hat.

Fotostrecke zum Festumzug im Rahmen des Wichtelfests

Festzug II

Wenn die ganze Welt ein Zirkus ist, dann will sich auch die Kleeblattschule nicht ausschließen. In fantasievolle Kostüme gewandet, teilweise hervorragend geschminkt, bildeten die Mädchen und Jungen zusammen mit ihren Lehrkräften einen wirkungsvollen Farbtupfer in dem bunten Lindwurm.

Die größte Gruppe stellte die Paul-Moor-Schule. Angeführt von ihren Hessenmeistern, machten die Schüler auch dem Letzten am Straßenrand klar, was hier für eine imponierende Arbeit geleistet wird.

Festzug III

Vereine und Verbände der Wichtelmänner zeigten, was in ihnen steckt. In der Woche noch Brot gebacken, parlierten die Landfrauen im wunderbaren My-Fair-Lady-Look und heimsten viel Beifall ein. Pfadfinder, Werratalverein, Obst- und Gartenbauverein, der Verein Historische Landmaschinen, der Chorverein Germania sowie die Sportler aller Couleur - hier fiel die mutige Aussage der Wichtelblokker „Fußball ist Arbeit, Volleyball ist Kunst“ ebenso ins Auge wie die Turnfrauen, die sich die Devise der Musketiere „Einer für alle, alle für einen“ auf ihre Fahnen geschrieben haben. Dagegen zeigten die Feuerwehrfrauen nachhaltig auf, was sie unter Versorgung verstehen.

Die Musik

Acht Musikzüge und -gruppen sorgten für den richtigen Takt und begeisterten durch ihre Choreografien.

Was blieb, waren Gemeindevorstand, Lehrer, Elternbeiräte, Feuerwehr und DRK, die neben einigen kommerziellen Darstellungen ein breites Spektrum abrundeten.

Von Dieter Möller

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