Forstamt Wehretal informiert über neue Pauschalen für Waldbesitzer

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urn:newsml:dpa.com:20090101:151025-90-003379

Reichensachsen. Über die Neuregelung bei der Privatwaldbetreuung haben sich kürzlich rund 200 Waldbesitzer in Reichensachsen informiert. Der zuständige Bereichsleiter für forstliche Dienstleistungen, Dietrich Bräuer, informierte über die rechtlichen Grundlagen.

Das ist neu 

Die bisher als Gesamtpaket erbrachten Leistungen werden künftig in einem Baukastensystem angeboten. Unterschieden wird in zwei Dienstleistungskomponenten: Die Komponente forstbetriebliche Betreuung beinhaltet Leistungen, die dem Allgemeinwohl dienen. Die zweite Komponente umfasst den Bereich der forsttechnischen Betreuung, die sich wiederum in zwei Bereiche gliedert, die Betreuung außerhalb der Holzernte und die Betreuung innerhalb der Holzernte. Wird der Förster außerhalb der Holzernte tätig, müssen Waldbesitzer mit mehr als fünf Hektar Wald künftig eine Pauschale zahlen. Sie beträgt 17,50 Euro je Hektar und Jahr (12,50 Euro für Mitglieder in der Forstbetriebsgemeinschaft).

Während der Holzernte kann der Waldbesitzer zwischen zwei Dienstleistungen wählen. Die erste beinhaltet alle Dienstleistungen des Försters, die bis zur Bereitstellung des Rohholzes anfallen. Hierfür wird ein leistungsbezogenes Entgelt in Höhe von 3,50 Euro je Festmeter vermarktbares Stammholz in Rechnung gestellt. Nicht darin enthalten sind, wie bisher, die Kosten, die durch die Holzernte entstehen.

Soll das Holz Kaufverträgen zugeordnet werden, wird dafür ein Entgelt in Höhe von 2,50 Euro je Festmeter Holz fällig. Für Betrieb mit mehr als fünf Hektar gilt das mit der Einschränkung, dass die kostenfreien Leistungen der forstbetrieblichen Betreuung nur dann erbracht werden, wenn auch die forsttechnische Betreuung außerhalb der Holzernte vertraglich vereinbart wird. (red/cow)

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