Kreisverkehrswacht richtet Kleeblatt- und Paul-Moor-Schülern Fahrradwerkstatt ein

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Dem Reparieren steht nichts mehr im Wege: Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Georg Morgenthal (Dritter von rechts) überbrachte der Kleeblattschule Reichensachsen neues Werkzeug für die Fahrräder. Benutzen dürfen das auch die Paul-Moor-Schüler. 

Reichensachsen. Die Kreisverkehrswacht hat an der Kleeblattschule in Reichensachsen eine Fahrrad-Werkstatt eingerichtet. Die Schüler können ihre Räder jetzt selbst reparieren.

„Herr Binneberg, der Schlauch ist noch in Ordnung“, ruft der zehnjährige Sönke Hopfe quer über den Schulhof. Er sitzt gerade an einem Fahrrad, das mal repariert werden soll - der Schlauch aber kann nach einem fachmännischen Blick des Kleeblattschülers aus Reichensachsen bleiben.

Seit gestern nun haben der Zehnjährige und seine Mitschüler noch mehr Werkzeug zur Verfügung, um die zweirädrigen Transportmittel zu reparieren: Die Kreisverkehrswacht Werra-Meißner hat der Kleeblatt-Schule in Reichen-sachsen eine Fahrrad-Werkstatt mit allem erdenklichen Werkzeug im Wert von 600 Euro eingerichtet, ein Großteil davon wird von der Unfallkasse Hessen gespendet.

„Wir wollen so zum einen sicherstellen, dass die Kinder ihre Räder selbst reparieren können, zum anderen soll aber auch die Verkehrssicherheit erhöht werden“, sagt der Vorsitzende Georg Morgenthal, der in den vergangenen Jahren schon mehrere Schulen mit einer Fahrradwerkstatt eingerichtet hat. Denn nur mit einem funktionstüchtigen Rad könne man schnell auf neue Situationen reagieren. Zudem sei der Begriff Fahrrad-Werkstatt nicht nur als ein Raum zu verstehen, der Werkzeug beinhaltet, sondern auch als Vermittlung darüber, wie man sich im Straßenverkehr verhält.

Sönke Hopfe und sein achtjähriger Mitstreiter Louis Friedrich sind da schon ziemlich fit: Mit ihren Helmen radeln sie auf dem großräumigen Schulhof umher, immer den eingezeichneten Wegen nach. Bemerken sie, dass etwas nicht stimmt mit ihrem Rad, können sie das künftig an ihrem neuen Fahrradständer befestigen, der einen ungehinderten Zugriff von allen Seiten ermöglicht - auch für die Paul-Moor-Schüler, die die Fahrrad-Werkstatt ebenfalls nutzen und Hand in Hand mit den Grundschülern die Räder wieder fitmachen.

„Und wenn das mal nicht mehr geht, schauen wir nach, welche Teile noch gut sind“, sagt Ralf Binnenberg, „die können dann bei anderen Rädern wieder eingesetzt werden.“ Der Lehrer bietet schon seit längerem eine Fahrrad-AG an der Schule an, hatte Schulleiter Patrick Busch auf die Möglichkeit einer entsprechenden Werkstatt aufmerksam gemacht. „Und so haben wir uns dann für das Projekt beworben.“

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