Förderbescheid für Sanierung soll abgelehnt werden

Wehretal: Ja zu neuem Feuerwehr-Gerätehaus

Reichensachsen. Der geplante Umbau des maroden Feuerwehrgerätehauses in Reichensachsen ist aller Voraussicht nach vom Tisch. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Wehretal beschloss am Dienstagabend einstimmig dem Parlament in seiner Sitzung am 12. September zu empfehlen, den geplanten grundlegenden Umbau des bestehenden Feuerwehrgerätehauses nicht vorzunehmen. Zudem soll der angekündigte Förderbescheid nicht angenommen werden.

Gleichzeitig wird der Gemeindevorstand aufgefordert, unverzüglich eine Kostenermittlung und Planung für die Realisierung eines Neubaus des Feuerwehrgerätehauses aufzunehmen und umgehend den nötigen Förderantrag zu stellen. Der vorhandene Haushaltsansatz ist auf die notwendigsten Planungskosten zu reduzieren. Die Thematik Feuerwehrgerätehaus, im Vorfeld mit einiger Brisanz bedacht, entpuppte sich schnell als ganz normale Beratung. Ein Grund dafür war, dass Reinhold Marth, FWG-Sprecher im Ausschuss, erklärte, dass seine Fraktion einen zukunftsorientierten Neubau begrüßt. „Jeder Euro, der jetzt noch in das vorhandene Gebäude fliest, ist weggeschmissenes Geld!“

Selbst der Katalog mit 24 Fragen rund um Kosten, Autobahn und Berufswehr von FWG-Fraktionschef Wolfhard Austen, blieb teilweise nicht unbeantwortet, wurde vom Ausschussvorsitzenden Jürgen Wagester angeführt, dass eine ausführliche Beantwortung der Fragen schriftlich erfolgt.

Hintergrund dafür, dass die Thematik der Annahme oder Ablehnung des Bewilligungsbescheides in Höhe von 96 000 Euro bei Umbaukosten von rund 300 000 Euro im Ausschuss zur Debatte stand, ist, dass sich die Kommune bis zum Ende des Monats erklären muss, was sie willens ist.

Der Gemeindevorstand wird einen Neubau intensiv prüfen und abwägen, was machbar ist.“

Bürgermeister Jochen Kistner führte nach ausführlichen Darstellungen aus, dass „aus der Gesamtbetrachtung heraus der Umbau des bestehenden Objektes aus jetziger Sicht nicht sinnvoll ist. Der Gemeindevorstand wird einen Neubau intensiv prüfen und abwägen, was machbar ist.“ Zu den Kosten wurde ausgeführt, dass das Land Hessen 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten fördert, der Kreis steuert zehn Prozent hinzu. Von Kreisseite könnte eventuell noch ein Zuschlag erfolgen, wenn der Neubau auch zu kreisweiten Ausbildungszwecken genutzt werden kann. (mö)

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