Fokus liegt auf Buchenwäldern

Obere Naturschutzbehörde stellt Plan zum Erhalt des FFH-Gebietes vor

Reichensachsen. Wie das FFH-Gebiet im Werra-Meißner-Kreis erhalten werden kann, ist bei einer Versammlung im Reichensächser Bürgerhaus vorgestellt worden. Helmut Herbort von der Oberen Naturschutzbehörde ging auf die einzelnen Punkte ein.

Der Buchenbestand

So liege der Schwerpunkt des gut 24 500 Hektar großen FFH-Gebietes auf dem Erhalt der Buchenwälder, auf die vor allem Fledermäuse und hier wiederum das Große Mausohr und die Bechstein-Fledermaus angewiesen sind. Zudem sollen Waldränder mit Sträuchern versehen werden, da diese zum Beispiel für Schmetterlinge und Kleinvogelarten wichtig sind. Genau wie die Buchen seien zudem Fichten zu sichern, zum Beispiel als Lebensraum für den Sperlingskauz.

Die Moorbereiche

Ebenfalls erhalten werden sollen die Moorbereiche, sofern sie in dem großen FFH-Gebiet vorkommen. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, dass deren biologische Effektivität verbessert wird. Weiter sind kleinere Felsen, Felsvorsprünge und Hangschuttbereiche offen zu halten, um Wärme liebenden Reptilien wie der Zauneidechse oder der Schlingnatter weiterhin einen Lebens- und Reproduktionsraum bieten zu können. Gleiches gilt auch für die Optimierung von Kalktuffquellen, um das Vorkommen der dortigen Flora und Fauna zu sichern und zu verbessern.

Das Offenland

Nicht nur Waldwiesen sind vor der Verbrachung zu erhalten, auch im dazugehörigen landwirtschaftlichen Offenland ist der Grünlandanteil von Wiesen und Weiden zu sichern und zu vergrößern. Dafür können durch die Besitzer und Bewirtschafter verschiedene Programme in Anspruch genommen werden, über die der Fachbereich „Landwirtschaft, Landschaftspflege, Natur- und Landschaftsschutz“ Auskunft gibt.

Allgemein gilt, wo Maßnahmen auf privaten Flächen zur Umsetzung kommen sollen, das Prinzip der Freiwilligkeit und kann über staatliche Programme finanziert werden. Jedoch hat es nach EU-Vorgaben das Bestreben des Landes Hessen zu sein, sämtliche Lebensräume nicht nur zu erhalten, sondern durch den Maßnahmenplan in einen noch besseren Zustand zu entwickeln. (red/cow)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare