Mit Obermühle auch die Risiken verkaufen

Vor drei Jahren beschlossen die Wehretaler mit Bürgerentscheid den Verkauf der Obermühle. Getan hat sich bisher nichts. Foto: Mayer

Reichensachsen. Wolfhard Austen, Vorsitzender der FWG-Fraktion in der Wehretaler Gemeindevertretung, und Dr. Claus Wenzel (CDU) halten die Forderungen von SPD und CDU für unrealistisch, deutlich mehr Geld für die Obermühle zu erlösen.

„Die Obermühle hat nur den Wert, den der Markt bietet. SPD und Familie Henkelmann hatten drei Jahre Zeit für ihre Kaufpreisvorstellung einen Käufer zu finden - ohne Ergebnis“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Abgeordneten, die jetzt ein zweites Bürgerbegehren vorbereiten.

Es gebe nur einen ernsthaften Kaufinteressenten, der aber aufgrund des maroden Zustandes der Gebäude keine 80 000 Euro bezahlen wolle. „Das der Gemeindevertretung vorgelegte Kaufangebot ist das Ergebnis der Arbeit des Gemeindevorstandes. Die Ablehnung durch das Parlament stellt auch den Gemeindevorstand in Frage“, resümieren Austen und Dr. Wenzel und kritisieren, dass gleichzeitig mit der Ablehnung des Verkaufs zur Haushaltskonsolidierung die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer beschlossen wurde. Weitere Erhöhungen beispielsweise beim Kindergartenbeitrag und der Trinkwassergebühr sowie Anliegerbeiträge seien geplant. Auch um die Zunahme der Belastungen für die Bürger so gering wie möglich halten zu können, müsse die Obermühle jetzt verkauft werden, statt alle Risiken und zukünftigen Kosten für den Denkmalschutz oder auch den Abriss bei der Gemeinde zu belassen.

Der FDP-Gemeindevertreter Alfred Preiß kann sich dagegen auch den Abriss der Mühle und eine Aufteilung des Grundstückes in mehrere Bauplätze oder den Bau von Eigentumswohnungen auf dem Gelände vorstellen. „Bei einem Verkauf müssten in jedem Fall mehr als 100 000 Euro erzielt werden“, sagt er. (hs)

Kommentare