Tag des offenen Gartens: Am Sonntag gewähren Besitzer Einblicke in ihre Oase

Täuschend echt: Sowohl der Erdbeer- als auch der Marmorkuchen sind nicht für den Verzehr geeignet – sie bestehen aus Beton. Mit diesem Material arbeitet das Ehepaar Hübenthal aus Reichensachsen derzeit gerne, um ihren Garten zu verschönern. Der kann am Sonntag beim Tag des offenen Gartens von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Foto:  Wüstefeld

Reichensachsen. Am Sonntag ist der Tag des offenen Gartens. Privatleute gewähren dann Einblick in ihre Oasen. Zwei, die auch mitmachen, sind Inge und Horst Hübenthal: Das Ehepaar aus Reichensachsen gestaltet derzeit viel mit Beton.

Mit den Jahren ist der Garten von Inge und Horst Hübenthal zu dem geworden, was er momentan ist: Liebevoll gestaltet zieren selbstgemachte Blumentöpfe die Beete, verschiedene Plätze laden zum Verweilen ein. Diverse Blumen locken die Insekten an, die im Garten des Ehepaares aus Reichensachsen sogar ein eigenes Hotel bekommen haben: „Das war ziemlich schnell voll“, sagt Horst Hübenthal mit einem Lächeln.

Wer sich selbst einmal von dem Garten einen Eindruck machen will, kann das am kommenden Sonntag, 12, Juni, tun: Dann nämlich ist der Tag des offen Gartens, neben dem Werra-Meißner-Kreis machen auch Northeim, Göttingen und das Eichsfeld mit. Zwischen 10 und 18 Uhr können sich Interessierte so einen Einblick in die unterschiedlichsten Gärten verschaffen: in naturbelassene, in Villengärten und in solche, die nur aus Rosen zu bestehen scheinen.

„Wir machen jetzt das zweite Mal mit“, erzählen Inge und Horst Hübenthal, während sie in ihrem Wintergarten sitzen, der auch an lauen Sommerabenden gerne genutzt wird und voll mit Kakteen ist. Von selbst hätten sie sich nicht beworben, doch Nachbarn und Freunde überzeugten die beiden, ihren Garten auch anderen zu zeigen. „Das Schöne ist, dass man beim ersten Durchgang nie alles sieht und so für den Rückweg noch die ein oder andere Überraschung bleibt“, sagen die Hübenthals.

Alle Gärten, auch die aus Göttingen, Northeim und dem Eichsfeld, gibt es mit Fotos und einer Beschreibung im Internet unter 

www.stauden-und-rosen.de

Denn einen Rundweg gibt es bei ihnen nicht - dafür aber viel Beton, der als solcher überhaupt nicht mehr zu erkennen ist. „Ich habe zum Beispiel Säulen daraus gemacht und Blumenkästen.“ Die sehen eher nach Sandstein aus, und auch die Erdbeeren auf der Torte sowie die schlafende Katze auf der Bank sehen täuschend echt aus.

Gewerkelt wird fast den ganzen Tag im Garten, sofern es das Wetter zulässt: Alte Putzlappen werden mit Beton übergossen und so geformt, dass Kerzen darin Platz finden; Damenstrumpfhosen werden zweckentfremdet und mit Beton ausgefüllt, sodass daraus später ein Pilz wird, der am Teichufer zu bewundern ist. „Wir probieren gerade noch viel mit diesem Material aus“, sagt Horst Hübenthal, der mit seiner Frau die Leidenschaft teilt, gerne etwas mit den eigenen Händen zu formen. „Das Gute daran ist, dass wir die Ideen gemeinsam entwickeln.“

Offene Gärten in der Region

Eschwege, Friedrich-Hoßbach-Straße 19: Auf 1850 Quadratmetern gibt es großflächige Staufenpflanzungen; Nutz- und Ziergehölze und einen kleinen Gartenteich

Reichensachsen, Mozartstraße 13: Der Garten ist auf 700 Quadratmetern rund ums Haus angelegt, zu sehen gibt es selbstgestaltete Töpfe und Dekorationsartikel aus Beton, Bachläufe und vielfältige Sitzecken

Wolfterode, Berkatalstraße 7: Der Hanggarten erstreckt sich über 3500 Quadratmeter und ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt: Obstwiesen, Gemüse, Teich und Asienecke

Wolfterode,  Am Frankershäuser Weg 1: Die 250 Quadratmeter sind in Tortenform für Kinder angelegt: Jedes Kind zwischen zwei und 15 Jahren pflegt sein Tortenstück, auf dem Gemüse, Erdbeeren, Kräuter und vieles Mehr angelegt worden sind. Zudem gibt es einen bemalten Bauwagen.

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