Wehretaler Gemeindevertretung wählt Ralf Schlarbaum

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Das neue Personal in Wehretal.

Reichensachsen. Nach fünfzehn Jahren gibt es einen Wechsel an der Spitze des Gemeindevorstandes Wehretals: Die bisherige Vorsitzende Heike Nölke war nicht mehr zur Wahl angetreten, einziger Kandidat für die neue, bis 2021 andauernde Legislaturperiode war ihr SPD-Fraktionskollege Ralf Schlarbaum.

Weil der neue Vorsitzende der Gemeindevertretung während der konstituierenden Sitzung erst noch gewählt werden musste, wurde der Abend von Dorothea Henkelmann eröffnet: Die CDU-Politikerin war das älteste Mitglied der am 6. März bei der Kommunalwahl gewählten Gemeindevertreter, sodass ihr die Ehre zuteil wurde, die Wahl des neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung zu leiten. Die war nicht öffentlich: Auf Antrag des FWG-Fraktionsvorsitzenden Wolfhard Austen sollte geheim über den einzigen Kandidaten abgestimmt werden.

Geschadet hat das Schlarbaum nicht: Bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung war die Mehrheit dafür, dass er der Gemeindevertretung für die nächsten fünf Jahre vorsteht. Unter lautem Applaus seiner SPD-Kollegen nahm er die Wahl an und löste Henkelmann ab. „Ein bisschen nervös war ich schon“, gibt der 53-jährige zweifache Familienvater aus Reichen-sachsen zu. Zwar habe er in den vergangenen zehn Jahren schon den Bauausschuss der Gemeinde geleitet, „das ist jetzt aber schon was anderes“. Gemerkt habe man das aber nicht, sagt Dieter Neuser (SPD): Mit einem Schulterklopfen gratulierte er Schlarbaum zu seiner ersten geleiteten Gemeindevertretersitzung.

Neben den Wahlen der Schriftführerin (Petra Becker), des Stellvertreters von Schlarbaum (Jürgen Wagester, SPD) und der Vertreter für verschiedene Verbände gab es zum Ende der Sitzung noch eine inhaltliche Frage zu klären: Die FWG Wehretal hatte den Antrag gestellt, die Zahl der Beigeordneten von sechs auf fünf zu reduzieren. „Wir setzen uns nach wie vor dafür ein, die Belastungen der Bürger so gering wie möglich zu halten“, sagte Austen. Auch, wenn die Einsparung des einen Platzes im Jahr eine kaum erkennbare Zahl sei – es geht um gut 1000 Euro im Jahr – mindere diese dennoch die Ausgaben der Gemeinde. Zudem würde sich an den Mehrheitsverhältnissen im Gemeindevorstand nichts ändern.

Zuspruch bei den anderen Fraktionen erhielt die FWG aber nicht: „Umgerechnet wären das 20 Cent pro Jahr pro Bürger, das ist kein Tropfen, sondern ein Nebelhauch“, kommentierte Henkelmann den Antrag. Und so bleibt es bei sechs ehrenamtlichen Beigeordneten: Gewählt wurden Dieter Krämer, Christa Angerhausen, Susanne Großkurth, Herbert Küllmer (alle SPD), Jürgen Schade (FWG) und Harald Letsch (CDU). In die Gemeindevertretung rücken damit nach: Marcus Apel, Heidi Franz, Erika Großkurth, Stefan Krombholz (alle SPD), Hans-Peter Csollák (FWG) und Klaus-Holger Wennemuth (CDU).

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