Schulleiter Patrick Busch verlässt im Sommer Kleeblattschule Reichensachsen

Arbeitet unglaublich gern an der Kleeblattschule in Reichensachsen: Schulleiter Patrick Busch. Doch um mehr Zeit für seine Familie und seine Leidenschaft, die Musik zu haben, kehrt er ihr im Sommer den Rücken und geht zurück in seine Heimat Rotenburg. Foto:  Wüstefeld

Reichensachsen. Es wird kein leichter Abschied: Schulleiter Patrick Busch verlässt zum Sommer die Kleeblattschule Reichensachsen. Das habe rein private Gründe, betont der 41-Jährige.

Reichensachsen. Musik, sagt Patrick Busch, war schon immer seine Leidenschaft. Seitdem er drei Jahre alt sei, gehöre die zu seinem Leben. Mittlerweile ist aus dem kleinen Jungen ein 41-jähriger Mann geworden, der Schulleiter an der Kleeblattschule in Reichensachsen ist und die Kinder in den Genuss seiner musikalischen Fähigkeiten bringt - noch. Denn nach den Sommerferien wird der Stuhl von Busch von jemand anderem besetzt werden, da der Vater eines Sohnes zurück in seine Rotenburger Heimat geht.

Für seinen Weggang gebe es gleich mehrere Gründe, sagt Busch. Zum einen sei da die Musik-Leidenschaft, „die sehr viel Zeit einnimmt“. So leite er drei Chöre mit je gut 60 Teilnehmern, regelmäßig biete er zudem ein Projektorchester an. Auch bleibe durch seine Schulleiter-Stelle und die Hingabe für die Musik wenig Zeit für die Familie, die er in Zukunft aber wieder mehr haben möchte. „Dadurch, dass die Fahrerei von Rotenburg hierher wegfällt, gewinne ich schon welche hinzu.“

Leicht sei ihm die Entscheidung dennoch nicht gefallen: Ungewöhnlich schnell habe er sich seit seinem Beginn vor vier Jahren in Reichensachsen zuhause gefühlt, habe dort Wurzeln geschlagen. „Was ich damals gut fand, wird mir jetzt natürlich zum Verhängnis“, sagt Busch.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen klappe hervorragend, jeder sei engagiert und habe den gleichen hohen Anspruch an die Arbeit wie er selbst. „Nur so konnten wir die Entwicklung weg von der Mittelpunktschule, die es noch vor vier Jahren hier gab, hin zu einer reinen Grundschule so gut meistern“, ist sich der 41-Jährige sicher. Die Entwicklung beschreibt er als positiv.

So wurde mit der Schulumstellung ein ganz neues Programm entwickelt: Der Ernährungsbereich wurde umgekrempelt, das Comenius-Projekt, bei dem es eine Zusammenarbeit mit anderen europäischen Schulen gebe, wurde beibehalten. Und natürlich wurde der Musikbereich ausgeweitet: „Im Schulchor singen mittlerweile gut 70 Kinder mit, was bei einer Schülerzahl von rund 200 ziemlich gut ist“, freut sich Busch. Er hoffe, dass sein Nachfolger, der noch nicht feststehe, ebenso viel Herzblut in diesen Job lege - und die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen fortführe. „Die fühlen sich mittlerweile alle für die Schule verantwortlich und es ist ein richtiges Netzwerk entstanden.“

Das wird sich Busch an seiner neuen Arbeitsstelle erst wieder knüpfen müssen: Er wird in einem Team am Schulamt in Bebra, was auch für den Werra-Meißner-Kreis zuständig ist, für Beratungen von Schulen verantwortlich sein. Zusätzlich wird er mit ein paar Stunden an eine Grundschule abgeordnet werden. „Das aber nur als Lehrer und nicht als Leiter“, sagt Busch, der sich auf seine neue Herausforderung freut.

Abschiedskonzert im Juli 

Einen Wunsch hat Patrick Busch, bevor er der Kleeblattschule in Reichensachsen den Rücken zukehren wird, um in seiner Heimat Rotenburg auch ein berufliches Standbein zu fassen: Mit dem gehen, was ihm wichtig ist. Das war schon immer die Musik, weshalb sich der 41-Jährige mit einem Konzert bei den Kollegen, Schülern, Eltern, den Wehretaler Vereinen und der Gemeinde verabschieden möchte. Geplant ist das kurz vor dem Sommerferien am 14. Juli am späten Nachmittag im Bürgerhaus. „Alles, was dort an Spenden eingenommen wird, geht auch an die Schule“, verspricht Busch, der damit noch einmal etwas Gutes tun möchte.

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