Die Kirchengemeinde Hoheneiche ist schockiert über das Graffiti an der Außenmauer der St.-Martins-Kirche

Sprayer beschmieren Gotteshaus

Kirchenvorstand ist entsetzt: PC186 haben Unbekannte mit grüner Farbe an die Außenmauer der St.-Martin-Kirche in Hoheneiche gesprüht. Foto: Krämer/nh

Hoheneiche. Unbekannte haben die St.-Martin-Kirche in Hoheneiche mit Farbe beschmiert. Schockiert hat sich Dieter Krämer vom Kirchenvorstand Hoheneiche am Montagnachmittag die unerfreuliche Bescherung angeschaut. Etwa 30 Zentimeter hoch und einen Meter breit ist der Schriftzug an der Außenmauer aufgebracht. Es sieht aus, als würde dort PC 186 stehen, versuchte Krämer das Graffiti zu entziffern.

Passiert sein muss die Sprayaktion irgendwann zwischen dem Gottesdienstende am Sonntag um 11.15 Uhr und Montagnachmittag, als zwei Mädchen aus dem Ort den Schaden bemerkten und sofort bei Krämer Bescheid gaben. „Ich finde es toll, dass zwei so junge Mädchen sich Gedanken und Sorgen über die Verschandelung an der Kirche machen“, sagt Krämer.

Er ist stellvertretender Kirchenvorstand in Hoheneiche und Leiter des Gesamtverbandes Wichmannshausen, Hoheneiche und Mitterode. In Absprache mit Pfarrer Tim Mahle hat Krämer am Dienstagmorgen Anzeige bei der Polizei erstattet. Viel Hoffnung hat er allerdings nicht, dass die Beamten die unbekannten Sprayer ermitteln können.

Die Kirche ist auch nicht das einzige Ziel der Sprayer gewesen, berichtet Krämer. In der benachbarten Physiotherapie-Praxis wurde das Werbeschild auf fast der gesamten Fläche mit dem gleichen Schriftzug beschmiert.

Das gerade solche Gebäude wie eine Kirche Ziel einer Sprayer-Attacke sind, kann Krämer einfach nicht fassen. Vor allem da der Schriftzug nicht mal eben so mit Wasser und Seife abgeschruppt werden kann. „Der Putz ist sehr empfindlich, ich habe mich da noch nicht rangetraut“, sagt Krämer. Was das entfernen genau kosten wird, wisse man derzeit noch nicht. Aber klar ist: Sollten sich der oder die Täter freiwillig melden und ihre Schmierereien entfernen, dann würde Krämer die Anzeige auch wieder zurücknehmen. „Wir sind Christen und können vergeben.“

Keine Probleme mit Graffitis

Probleme mit Graffitis gibt es derzeit nicht in der Region, sagt Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner. Im vergangenem Jahr ga es eine Serie rund um Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen (wir berichteten) bei der die Polizei mehrere Jugendliche ermitteln konnte. „Es gibt immer mal wieder ein Graffiti, aber nicht so Viele“, sagt Künstler. Dass schon einmal eine Kirche besprüht wurde, hat er so aber noch nicht mitbekommen.

Von Diana Rissmann

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