Suedlink: Trassenverlauf noch nicht entschieden

Reichensachsen. Noch längst nicht entschieden ist die Frage, ob die Suedlink-Trasse, die den aus der Windkraft erzeugten Strom im Norden in den Süden Deutschlands transportieren soll, durch den Werra-Meißner-Kreis gehen wird.

Das machte Michael Roth, Bürgerreferent des Übertragungsnetzbetreibers Tennet, am Dienstagabend während einer Bürgerversammlung zu der Strommtrasse deutlich.

Klar ist aber auch, dass Tennet neben drei möglichen Verläufen in Thüringen ebenfalls zwei Strecken durch den Kreis auf die Umsetzbarkeit prüft. „Aus naturschutzfachlicher Sicht ist das extrem kritisch zu bewerten“, sagte der Erste Kreistagsbeigeordnete und Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann. Das hieße nicht, dass die Energiewende nicht notwendig sei; vielmehr müsse jetzt sachlich diskutiert werden, welcher Streckenverlauf der geeignetste sei.

Denn ein Mitspracherecht der Behörden und Kommunen als auch der Bürger ist in diesem Verfahren erlaubt und wird von allen Verantwortlichen ausdrücklich erwünscht. „Gibt es begründete Einwände gegen einen Trassenverlauf, kann er uns mitgeteilt werden“, sagt Tennets Bürgerreferent Michael Roth, der durch den Abend führte. Erst Anfang des kommenden Jahres wolle das Unternehmen seine favorisierte Strecke an die Bundesnetzagentur weiterleiten, bei der die Entscheidungsgewalt liegt.

Die Trasse wird einige Veränderungen mit sich bringen: Dort, wo die Erdkabel in einer Tiefe von gut 1,50 Meter vergraben werden, dürfe kein Wald oder Gebüsch mehr gepflanzt werden. Auch Straßen dürften - liegt die Leitung erst einmal - nicht mehr darüber verlegt werden - und erst recht keine Häuser. „Ansonsten wird man aber nicht mehr sehen, wo die Kabel verlaufen“, betont Roth. Landwirte könnten so auch weiterhin unbesorgt ihre Flächen bestellen.

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