Wehretal 2016 früher als geplant mit ausgeglichenem Haushalt

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Reichensachsen. Ein Jahr früher als geplant kann die Gemeinde Wehretal ihren Haushalt ausgleichen. „Für das Jahr 2016 gibt es laut dem Entwurf einen kleinen Überschuss von 8457 Euro", erläuterte Gemeindemitarbeiter Stefan Stederoth am Montagabend den 25 Gemeindevertretern während ihrer Sitzung.

Erreicht werden hätte dieses Ziel eigentlich erst 2017 - das ist eine Vorgabe des Landes Hessen an die Kommunen, die nicht unter dem Schutzschirm stehen. „Laut unserem Konsolidierungspfad sind wir für 2016 noch von einem Fehlbetrag von gut 72 000 Euro ausgegangen, dieser Wert kann nun erfreulicherweise korrigiert werden.“ In diesem Jahr ging es noch um einen Fehlbetrag von 217.000 Euro.

Gründe dafür gebe es laut dem Büroleiter Bernd Becker mehrere: So habe die Neureglung des kommunalen Finanzausgleichs punktuell für eine Verbesserung gesorgt, zudem habe das laufende Jahr zu keinen Einbrüchen bei den Steuereinnahmen geführt. „Außerdem sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass wir eine Stelle einsparen werden, nun ist noch ein Mitarbeiter ausgeschieden, dessen Stelle nicht wieder besetzt wird“, nennt Becker einen weiteren Grund.

„Geplant sind Investitionen in Höhe von knapp 2,2 Millionen Euro, für die ein Kredit in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro aufgenommen werden soll", sagt Stederoth weiter. Verwendet werden soll das Geld vor allem für das Neubaugebiet, zudem ist die Umsetzung des Umbaus des Feuerwehrstützpunktes nach wie vor im Gespräch und erstmal einkalkuliert worden.

Der Haushaltsentwurf wird jetzt von dem Haupt- und Finanzausschuss beraten, in den er von den Gemeindevertretern einstimmig überwiesen worden ist.

Jugendarbeit

Ein „endloses Thema“ der Gemeinde war auch am Montagabend wieder Gegenstand der Sitzung: die Gestaltung der Jugendarbeit. Nachdem die Zusammenarbeit mit der Awo in diesem Jahr gekündigt wurde, war offen, ob und wie diese in den kommenden Jahren aussehen soll. Die Empfehlung des Kultur- und Sozialausschusses, die Einstellung einer Kraft auf 450-Euro-Basis zu prüfen, wurde bei zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen beschlossen - nach einer kontrovers, aber ruhig geführten Diskussion. So bezweifelt Friedhelm Zindler von der CDU, „ob mit 450 Euro das bewirkt wird, was mit einer vollen Stelle nicht erreicht wurde“ - nämlich, dass nur noch gute Erfahrungen mit der Jugendarbeit gemacht werden. Zustimmung erhielt er von Wolfhard Austen (FDP), Gegenwind von SPD-Mann Dieter Neuser: „Die Jugendpflege ist nicht nur für die Betreuung der Jugendräume da, sondern auch für die Ferienspiele. Das sollte bedacht werden.“

Von Constanze Wüstefeld

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