Nächtliche Abschaltung von Straßenlaternen bringt bisher Ersparnis von 10.000 Euro

Reichensachsen. Seit einem knappen dreiviertel Jahr ist es nachts in der Gemeinde Wehretal dunkel. Das liegt nicht nur an daran, dass die Sonne nicht scheint, sondern auch an den ausgeschalteten Straßenlaternen. Denn die werden in der Zeit von ein Uhr bis vier Uhr nachts ausgemacht, um Strom und damit Geld zu sparen.

Bei den Gemeindevertretern stößt das unabhängig von der Partei nicht überall auf Gegenliebe. Deshalb hat der Ortsverband der SPD jetzt an alle Haushalte Zettel verteilt, auf denen eine Umfrage abgedruckt ist. Anhand der hoffentlich vielen Rücksendungen erhofft sich der Ortsverband, sich ein Bild davon machen zu können, wie die Nachtabschaltung in der Bevölkerung ankommt.

Anhand der nackten Zahlen hat die zumindest den Effekt, dass Strom und Geld gespart werden konnten: Seit der Abschaltung zum 1. Juni des vergangenen Jahres bis zum Dezember hat sich für die Gemeinde eine Ersparnis von 10.055 Euro ergeben. „Rechnet man das auf ein ganzes Jahr um, liegt man bei 17.300 Euro“, sagt Wehretals Bürgermeister Jochen Kistner. Bis Dezember seien zudem 41 391 Kilowattstunden eingespart worden. „Es ist aber auch klar, dass die größte Ersparnis durch die Umstellung auf LED-Lampen 2009 in fast allen Straßenlaternen am meisten gebracht hat“, sagt Kistner.

Das Abschalten der Straßenlaternen ist immer wieder ein Thema bei den Gemeindevertretern. In der jüngsten Sitzung im Dezember forderte Claus Wenzel, für eine weitere Stunde das Laternenlicht auszulassen. Diese Entscheidung wollen die SPD und auch die FWG aber erst treffen, wenn Zahlen vorliegen - und eine Rückmeldung aus der Bevölkerung, die mit der jetzt gestarteten Umfrage bald vorliegen dürfte.

Kommentare