Gemeindevertreter haben mehrheitlich den Haushalt für 2014 verabschiedet

Wehretal reduziert Defizit

+

Reichensachsen. Zwar ist Wehretal nicht unter den Schutzschirm geschlüpft, aber dennoch muss die Gemeinde wegen der hessischen Schuldenbremse in den kommenden Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Man sei dabei auf einem sehr guten Weg, sagte Andreas Eifler, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses am Freitagabend während der letzten Sitzung der Wehretaler Gemeindevertreter.

„Bereits im zweiten Jahr in Folge konnte das Defizit reduziert werden“, sagte er. Für das Jahr 2013 hatte die Gemeinde mit einem Fehlbedarf von 714 000 Euro gerechnet und konnte es im Ergebnis auf 513 000 Euro reduzieren. Für das kommende Jahr plane man nun mit einem Defizit von rund 491 000 Euro.

Insgesamt rechnet die Gemeinde mit Erträgen von rund 7,6 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 8,2 Millionen Euro. „Der Haushalt 2013 ist positiver ausgefallen als geplant und das, obwohl die Einnahmesituation sich wesentlich verschlechtert hat“, betonte Eifler. Eine gute Mischung aus Einnahmenerhöhungen, wie bei Gewerbe-, Grund- und Hundesteuer sowie der für 2014 geplanten Straßenbeitragssatzung, und Ausgabenreduzierungen hätten zu dem Erfolg geführt. „Diesen Weg müssen wir weitergehen“, sagte er. Im Haushalt 2014 spiegele sich der enge finanzielle Spielraum der Gemeinde vor allem in den Investitionen wider, die sehr gering ausfallen würden.

„Der Haushalt hat sich sehr positiv entwickelt“, stellte Wolfhard Austen von der FWG lobend fest. Allerdings gingen ihm die Sparbemühungen noch nicht weit genug. Frei nach dem Motto „Spare in der Zeit, so hast du in der Not“, stellte er konkrete Anträge. So forderte die FWG, die Ausgaben bei der Straßenbeleuchtung von 102 000 Euro auf 87 000 Euro zu reduzieren, die Verfügungsmittel des Bürgermeisters und der Vorsitzenden der Gemeindevertretung zu halbieren, die Halbierung der Ausgaben der Jugendarbeit von rund 40 000 Euro und eine Überprüfung der Immobilien der Gemeinde. „Wenn wir alle diese Sparvorschläge umsetzen würden, wäre das Leben hier in Wehretal reichlich unattraktiv“, sagte Hartmut Henkelmann von der CDU. So wurden alle Anträge der FWG abgelehnt und der Haushalt mehrheitlich verabschiedet. Artikel rechts und links

Von Diana Rissmann

Kommentare