Wehretals Gemeindevertreter stimmen gegen Sanierung des Feuerwehrgerätehauses

Das Ende ist besiegelt: Über kurz oder lang wird die Feuerwehr aus dem Gerätehaus neben der Gemeindeverwaltung ausziehen. Foto:  Wüstefeld

Reichensachsen. Ein klares Nein zu einer Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Reichensachsen haben am Montagabend die Gemeindevertreter Wehretals abgegeben. Sie mussten darüber entscheiden, ob ein Förderbescheid, der Geld für eben diese Sanierung bereitgestellt hätte, angenommen werden sollte - und lehnten diesen ab.

Empfohlen worden war das auch von dem Haupt- und Finanzausschuss (wir berichteten). Die Entscheidung hat zur Folge, dass stattdessen neu gebaut wird.

Zustimmung gab es unter anderem von Alfred Preiß (FDP). Er sprach jedoch einen Punkt an, der in der Diskussion um eine Sanierung oder einen Neubau bisher vernachlässigt wurde: „Wir müssen uns Gedanken darum machen, was wir dann mit dem Feuerwehrgerätehaus machen.“ Wenn das nämlich so marode sei, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohne, müsse man auch darüber nachdenken, das Gebäude abzureißen.

Die baulichen Mängel nahm auch Wolfhard Austen von der FWG auf. Seine Fraktion begrüße selbstverständlich, dass die Feuerwehr an ihrem jetzigen Standort nicht mehr bleiben soll, bemängelte aber den späten Zeitpunkt: „Schon der Umzug der Gemeindeverwaltung in die alte Schule wurde mit baulichen Mängeln des Gebäudes begründet, nach dem Auszug sollte sogar ein Rückbau erfolgen“, ruft Austen die damaligen Ereignisse in Erinnerung. Für die FWG sei es deshalb nicht zu verstehen, dass noch Planungen für den Umbau und die Erweiterung des momentanen Standorts erfolgten.

Bürgermeister Jochen Kistner betonte, dass mit der Ablehnung des Förderbescheids noch nicht darüber entschieden sei, wo der Neubau hingesetzt werden soll. Auch zum Zeitpunkt könne man noch nichts sagen, außer, dass die Fördermittel für nächstes Jahr bereits anderweitig verplant seien. „Wenn wir Glück haben, geht es frühestens in zwei Jahren los.“ Nach bisherigem Stand würden sich die Kosten mit 50 Prozent auf die Gemeinde, das Land (40 Prozent) und den Kreis mit den restlichen zehn Prozent verteilen. (cow)

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