Gemeindevertreter beschließen die Anschaffung einer UV-Anlage für den Hochbehälter Weißenborn

Den Keimen den Kampf angesagt

Weißenborn. Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer hat seinen Haushalt gut im Griff, hat teilweise sogar weniger Geld ausgegeben, als veranschlagt war. Nach dieser Nachricht begannen in der jüngsten Parlamentssitzung wieder die Diskussionen übers Ausgeben der gemeindeeigenen Penunzen.

Erster Punkt auf Mäurers Wunschzettel: eine Desinfektionsanlage für den Wasserhochbehälter in Weißenborn. „Wir lassen jedes Jahr 25 000 Kubikmeter Wasser weglaufen, weil es verkeimt ist“, klagt der Gemeindechef. Denn immer wieder komme es vor, dass das Wasser der Graburgquelle verunreinigt sei, beispielsweise durch ein totes Tier, und dadurch nicht verwendet werden könne. „Als Ersatz müssen wir für teures Geld Wasser aus Eschwege zukaufen“, so Mäurer weiter.

Die Gemeindevertreter beschlossen, für knapp 9000 Euro schnellstmöglich eine UV-Anlage installieren zu lassen. Diese würde vor den Quelleinlauf gesetzt werden und somit im Gegensatz zur alternativen Chlor-Dioxid-Anlage auch den Hochbehälter entkeimen. Mit dieser Anlage, versprach Mäurer, könne die Gemeinde aufgrund der dauerhaften Quellnutzung unterm Strich rund 3500 Euro im Jahr sparen. Eine Chlor-Dioxid-Anlage wäre in der Anschaffung teurer gewesen und hätte zudem eine ständige chemische Belastung des Trinkwassers bedeutet.

Zweiter Punkt auf Mäurers Wunschzettel ist ein Mehrgenerationenhaus in Weißenborn. Dieses könnte an der Bachstraße entstehen. Laut Beschluss darf die Gemeinde das Haus, Scheune und Hof mit der Nummer 15 noch in diesem Jahr kaufen, das Wohnhaus zum Treffpunkt für Jung und Alt sowie die Scheune für den Bauhof umbauen. 60 Prozent der Kosten sind vom Dorferneuerungsprogramm gedeckt. Was dann mit der alten Bauhofscheune passieren soll, ist noch offen.

Von Stefanie Bettinger

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