Workshop „Älter werden in Weißenborn“: Eine Arbeitsgruppe trifft sich jeden Freitag, um das Dorf für alle schöner zu machen

In Weißenborn regiert die Männerwerkstatt

Weißenborn. Die Bemühungen des Weißenbörner Gemeindechefs, mit den älteren Bürgern und ansässigen Vereinen gemeinsam das würdige Altwerden im Ort zu ermöglichen, tragen Früchte. Gebildet hatte sich im Rahmen eines Workshops die so genannte Männerwerkstatt. Diese trifft sich nun schon seit drei Wochen jeden Freitag und macht, wofür die Gemeinde nur wenig Geld übrig hat: Den Ort verschönern, das Zusammenleben verbessern.

Um die zwölf Mann sind es derzeit in der Urlaubszeit, die sich regelmäßig treffen. Obwohl - so betont Thomas Mäurer - trotz des Namens auch Frauen willkommen seien. Derzeit sind sie dabei, das ehemalige Anwesen von Tante Dorthchen mitten im Ortskern zu renovieren. Die über Hundertjährige hatte es der Gemeinde für einen symbolischen Obolus verkauft, als sie im Frühjahr dieses Jahres in ein Heim zog.

Es sind drei Gebäude: Tante Dorthchens Wohnhaus, eine Scheune und ein weiteres Nebengebäude, in dem sich unter anderem ein altes Backhaus und eine Waschküche befinden. „Wir wollen einen Veranstaltungsort herrichten, in dem Feste, Familienfeiern, Adventsmärkte und Ähnliches statt finden können“, kündigt Mäurer an.

Unter den Freiwilligen finden sich viele verschiedene Berufe und Erfahrungen. Jeder macht, was er kann. So kümmern sich zum Beispiel die beiden Maurer Fritz Born und Artur Stieff um den Putz. Auch der Bürgermeister selbst packt mit an, wenn es der Kalender zulässt.

Finanziert wird der Umbau mit dem Erlös, den das Dorffest am 1. Mai ergeben hat und mit einer Spende des Heimatvereins Weißenborn. „Es soll wieder Leben in die Ortsmitte kommen“, begründet Erster Vorsitzender Gerd Morgenthal die Spende. Für Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm war der Kauf des Anwesens zu spät gekommen.

Ist das Grobe wie Putz, Farbe, Wege und Elektrik gemacht, geht es an die Innenausstattung. „Das Backhaus soll wieder genutzt werden können“, so Morgenthal.

Fertig ist die Männerwerkstatt dann aber noch lange nicht: Auch am Sportplatz muss noch viel gemacht werden, auf den Wanderwegen, an den Toilettenhäuschen, Vereinscafé, Rosenhang...

Die Gruppe trifft sich freitags um 15.30 Uhr vor Dorthchens Haus.

Von Stefanie Bettinger

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