Bereits im Mai soll der P 15 Graburg eingeweiht werden / Heimatverein sucht Helfer

Ein Weg in zwei Monaten

Wer den neuen Premiumwanderweg 15 abläuft, hat einen wunderschönen Blick von der Graburg auf Weißenborn. An anderen Stellen kann bis nach Thüringen geblickt werden. Insgesamt sechs Schutzhütten gibt es entlang des Rundwegs. Foto: Archiv

Weißenborn. Im Kopf ist er längst fertig, der neue Premiumwanderweg. In Wirklichkeit haben sich Gemeinde und Heimatverein Weißenborn aber ein mutiges Ziel gesteckt: Noch im Mai soll der P 15 Graburg eingeweiht werden. Bis dahin ist eine Menge zu tun - möglichst viel davon von freiwilligen Helfern.

Rund 15 Kilometer lang soll der Rundweg über die Graburg bis nach Thüringen und zurück werden. Und rund 15 000 Euro soll er kosten. 60 Prozent werden bezuschusst, 1000 Euro gibt der Heimatverein als Anschubfinanzierung hinzu, der Gemeinde bleibt ein Anteil von rund 5000 Euro.

„Wir warten eigentlich nur noch auf grünes Licht vom Amt für ländlichen Raum. Dann können wir loslegen“, sagt Gerd Morgenthal, Vorsitzender des Heimatvereins. Allein sind er und sein Stellvertreter Jürgen Dilchert nicht. Sowohl die Klärung der Route als auch die spätere Wegbeschilderung haben Marco Lenarduzzi und sein Team vom Naturpark Meißner-Kaufunger Wald übernommen.

Trotzdem: Dass ein Mammutprojekt vor ihnen liegt, ist den Männern bewusst. „Je mehr Helfer wir haben, desto schneller geht es“, sagen sie.

Und desto günstiger wird es für die Gemeinde, die an anderer Stelle mit dem Schutzschirm unter großen Sparzwängen zu leiden hat. An dem neuen Wanderweg hängen viele Hoffnungen. Im Mittelpunkt soll als Start- und Zielpunkt mit dem Gasthaus Faber die Gastronomie stehen. Mit dem Premium-Zertifikat wird Weißenborn automatisch in die Vermarktung des Deutschen Wanderinstituts aufgenommen und damit bundesweit bekannt gemacht.

„Wir können uns dann als Gemeinde viel besser nach außen vermarkten“, so Dilchert. Vielleicht, so hoffen sie, werde es dann auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten in Weißenborn geben. Die Erfolge anderer Premiumwanderwege wie beispielsweise in Grandenborn machen ihnen Mut.

Für die Fertigstellung des Wanderweges wollen die Männer eine Projektgruppe gründen. Freiwillige Arbeitseinsätze - in der Regel an den Wochenenden - werden kurzfristig bekannt gegeben. Wer helfen möchte, meldet sich im Bürgermeisteramt unter der Nummer 0 56 59/302.

Von Stefanie Müller

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