Bahn investiert 250 Millionen Euro

Intercity mit neuen Sitzen und Steckdosen

Berlin - Um ihre bis zu 40 Jahre alten Intercitys für die nächsten Jahre fit zu machen, will die Deutsche Bahn rund 250 Millionen Euro investieren. Der erste modernisierte Intercity wurde jetzt in Hamburg vorgestellt.

Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag in Hamburg ihren ersten modernisierten Intercity-Zug vorgestellt. Laut Konzern sollen bis zum Jahr 2014 rund 770 Intercity-Wagen neu gestaltet werden. Die bis zu 40 Jahre alten Waggons sollen vor allem neue Inneneinrichtungen erhalten. „Damit machen wir aus der betagten IC-Flotte wieder echte Wohlfühlzüge und lösen einen weiteren Teil unseres Kundenversprechens ein, die Reisequalität nachhaltig zu steigern“, sagte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Die Bahn will in die Intercity-Flotte rund 250 Millionen Euro investieren. Unter anderem sollen 46 000 Sitze erneuert und etwa 42 000 Quadratmeter Teppich ausgetauscht werden. Die Wagen sollen mit Steckdosen an den Sitzen beispielsweise für Fahrgastlaptops ausgestattet werden. Damit sollen die Waggons für den Einsatz bis zum Jahr 2023 gerüstet sein.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 plant die Bahn, die erste Intercity-Linie Stuttgart-Köln-Hamburg überwiegend mit den modernisierten Wagen zu bestücken. „Die Wahl dieser Strecke ist kein Zufall“, sagte der Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG, Berthold Huber. Vor gut zwei Monaten hatte die Bahn auf dieser Strecke mit dem „Hamburg-Köln-Express“ (HKX) einen Konkurrenten im Fernverkehr bekommen. Hinter HKX stehen die US-Firma Railroad Development Corporation, die Berliner Firma Locomore Rail und der aus Kanada stammende Investor Michael Schabas. Die Bahn wolle beweisen, dass sie besser sei als der Wettbewerber, sagte Huber.

Die Überarbeitung der Intercity-Züge ist laut Bahn Teil eines umfassenden Modernisierungskonzepts für den Fernverkehr. In den kommenden Jahren sollen rund zwölf Milliarden Euro in die Fahrzeugflotte investiert werden. Vom Jahr 2016 an soll vor allem die gesamte Intercity-Flotte nach und nach von bis zu 300 Nachfolgezügen, dem sogenannten ICx, abgelöst werden.

dpa

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