Tatort Tankstelle

Polizeigewerkschaft warnt vor Tankbetrügern

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Immer mehr Autofahrer tanken Sprit ohne zu zahlen.

Gibt's es bald Sprit nur gegen Vorkasse? Wegen der anhaltend hohen Benzinpreise befürchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen Anstieg der Betrugsfälle an Tankstellen und fordert Maßnahmen. 

Deutschland werde aus mehreren Gründen immer mehr zum Paradies für Tankbetrüger, erklärte die GdP am Montag in Berlin. Zu einer besseren Kriminalitätsvorbeugung gehöre unter anderem eine bessere Videoüberwachung an den Zapfsäulen, erklärte der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow. Unscharfe Aufnahmen und falsche Kamerawinkel erschwerten die polizeilichen Ermittlungen, wenn ein Kunde getankt und dann nicht bezahlt habe.

Unscharfe Aufnahmen und falsche Kamerawinkel

Die Gewerkschaft plädierte zudem für ein Umrüsten des Zapfsäulensystems. Tanken solle nur dann möglich sein, wenn garantiert sei, dass die Tankfüllung mit der EC- oder Kreditkarte oder auch bar bezahlt werde, erklärte die GdP. Als Beispiel nannte Malchow die in skandinavischen Ländern praktizierte Methode: Dort fließt der Kraftstoff erst in den Tank, nachdem mit einer Kredit- oder EC-Karte inklusive PIN-Code-Eingabe bezahlt wurde.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Betrugsfälle an Tankstellen in Deutschland laut GdP um 5,5 Prozent auf mehr als 89.700 Fälle. 2011 waren rund 85.000 Fälle registriert worden.

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AFP

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