Behinderte Kölner Kinder vor nächtlichem Brand gerettet

Kopenhagen/Haderslev - 46 behinderte Kinder aus Köln sind in in einem dänischen Schulheim nahe der Grenze zu Deutschland im Schlaf von Feuer überrascht und gerettet worden.

Wie der zuständige Polizeisprecher in Haderslev (deutsch: Hadersleben) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa berichtete, wurden sechs Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren wegen möglicher Rauchvergiftungen in Krankenhäusern behandelt. Die Gruppe mit den psychisch oder physisch behinderten Kindern und acht erwachsenen Begleitern hatte sich bis zum Wochenende in einem Schulheim nahe der dänisch-deutschen Grenze einquartiert. Nach den Polizeiangaben brach um 04.17 in einem Aufenthaltsraum am Wohnflügel der deutschen Gruppe Feuer aus. Der Schulleiter wurde vom Brandalarm aufgeschreckt und weckte sofort alle Kinder sowie deren Begleiter. Nach den Polizeieingaben verlief die Evakuierung der Gruppe “ohne Anzeichen von Panik“.

Während die Feuerwehr den Brand löschte, wurden 25 Kinder zu Untersuchungen in Krankenhäuser von Aabenraa (deutsch: Apenrade) und auf der anderen Seite der Grenze gebracht. Zwei von ihnen blieben zu längerer stationärer Beobachtung im Flensburger Förde-Krankenhaus sowie vier in Aabenraa.

Über die Ursachen für das Feuer machte die Polizei zunächst keine Angaben. “Es deutet aber nichts auf Brandstiftung hin“, sagte Jørgen Mørk Jensen von der Polizei in Hadersleben.

Die Polizei konnte ebensowenig Auskunft über die genauere Herkunft der Kölner Gruppe geben wie das dänische Schulheim Hoptorp. Zunächst hieß es irrtümlich, dass die Kinder aus Schleswig-Holstein kämen.

dpa

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