Etwa jede fünfte Frau bleibt kinderlos

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Immer mehr Frauen entscheiden sich für ihre Karriere statt für Kinder.

Wiesbaden - Etwa jede fünfte Frau in Deutschland bleibt kinderlos. Der Anteil sei laut Statistik in den vergangenen Jahrzehnten allmählich, aber kontinuierlich gestiegen.

Das teilte Olga Pötzsch vom Statistischen Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Im Westen bekommen deutlich mehr Frauen nie ein Baby als im Osten. Von den 41 bis 45 Jahre alten Frauen war Ende 2009 jede fünfte kinderlos. Diese Frauen der Jahrgänge 1964 bis 1968 können zwar noch Kinder bekommen, die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering, wie die Statistiker errechnet haben. “Der Kinderlosenanteil bleibt ab dem Alter von 42 Jahren praktisch konstant.“ So wurden 2009 nur 3 von 1000 Frauen in diesem Alter noch Mutter.

Der steigende Anteil kinderloser Frauen zeigt sich beispielsweise im Vergleich der Jahrgänge 1959 und 1968: Von den Frauen, die im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag gefeiert haben, war nur ungefähr jede Sechste (16 Prozent) kinderlos, bei den 41-Jährigen war es schaon mehr als jede Fünfte (22 Prozent). Den Ost-West-Unterschied gibt es in allen Jahrgängen. So blieben von den zwischen 1959 und 1963 geborenen Frauen in den alten Bundesländern 19 Prozent ohne Baby, und in den neuen Ländern nur 7 Prozent.

Bei den Frauen der Jahrgänge 1964 bis 1968 sind im Westen 22 Prozent nicht Mutter geworden - doppelt so viele wie im Osten. Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind die Frauen in Deutschland im Durchschnitt fast 29 Jahre alt, hatten die Statistiker kürzlich errechnet. Von den 27- bis 34-Jährigen hatte Ende 2009 fast die Hälfte noch kein Kind zur Welt gebracht, bei den 34-Jährigen war es jede Dritte.

dpa

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