Geldwäsche: Durchsuchungen in zehn Bundesländern

Darmstadt/Offenbach - Wegen des Verdachts der Geldwäsche hat die Polizei am Mittwoch Objekte in zehn Bundesländern durchsucht. Es wird auch gegen einige Unternehmen ermittelt.

Hintergrund der mehr als 20 Durchsuchungen sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Darmstadt und der Polizei in Offenbach gegen eine bundesweit aktive Geldwäscherbande, berichteten die Ermittlungsbehörden in Offenbach. Die Beschuldigten stehen im Verdacht der Geldwäsche, des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges sowie des Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Insgesamt wird gegen mehr als zehn Personen wie auch einige Unternehmen ermittelt. Ob Verdächtige festgenommen und Beweismaterial beschlagnahmt wurde, sagten die Ermittler zunächst nicht.

Die mutmaßlichen Täter sollen direkt oder über von ihnen betriebene Unternehmen Kundendaten von Call-Centern und anderen Dienstleistern erworben und weitergeleitet haben. Diese Daten sollen mit unberechtigten Forderungen aus Dienstleistungen zusammengeführt und von Inkassobüros an die gekauften Adressen geschickt worden sein. Einige Betroffene sollen bezahlt und die Inkassounternehmen so einige hunderttausend Euro eingenommen haben.

dpa

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