Rosenmontagszüge gestartet

"Steindrück" & "Plagiannette" beim Karneval

+
Ein Mottowagen auf dem Rosenmontagszug in Düsseldorf: Die SPD wird von den Diskussionen um ihren Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erdrückt.

Köln - Die SPD leidet unter „Steindrück“, „Plagiannette“ Schavan wird aus dem Amt geschossen und die Kirche versteckt Missbrauchsfälle. Am Rosenmontag bekommen Politik und Würdenträger ihr Fett weg.

In den Karnevalshochburgen am Rhein haben sich die Rosenmontagszüge in Bewegung gesetzt. Unter zunehmend freundlichem Himmel rollte der Zug in Köln durch die Severinstorburg, eines der mittelalterlichen Stadttore Kölns. Mit 150 Wagen und 7,5 Kilometern Länge ist es der größte Karnevalszug in Deutschland. Auf den Persiflage-Wagen greifen die Kölner diesmal unter anderem die Euro-Krise und das Berliner Flughafen-Desaster auf.

Was Aktualität betrifft, so haben die Düsseldorfer den Kölnern allerdings mal wieder den Rang abgelaufen. Sie bringen sogar einen Wagen zum Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Die Uni Düsseldorf schießt die „Plagiannette“ aus dem Amt. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück lastet als „Schweer Steindrück“ auf den Genossen. Ein katholischer Würdenträger versteckt die Akten der Missbrauchsfälle unterm langen Ornat. Der Düsseldorfer Zug startet um 12.30 Uhr.

Rosenmontagzüge in den Karnevals-Hochburgen

Gnadenlose Motive bei Rosenmontagszügen

Auch in Mainz wird Steinbrück auf einem der 15 großen Motivwagen aufs Korn genommen. Dort schlängelt sich der Zug unter dem Motto „Der Rettungsschirm für Groß und Klein ist Fassenacht in Mainz am Rhein“ durch die Straßen. Beim etwa sieben Kilometer langen Zug marschieren, fahren und reiten rund 9700 Teilnehmer mit.

In Rottweil startete mit dem Narrensprung einer der traditionsreichen Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Die Teilnehmer tanzten durch die Stadt und vollführten mit Hilfe ihrer Stangen wilde Sprünge.

dpa

Kommentare