Merapi bricht erneut aus - Tausende fliehen in Panik

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Der Vulkan Merapi auf Indonesien kommt nicht zur Ruhe.

Merapi - Ein neuer Ausbruch des Vulkans Merapi hat in Indonesien Panik und Chaos unter Tausenden Menschen ausgelöst. Sie waren in einer vermeintlich ruhigen Phase zurückgekehrt, um nach ihrem Hab und Gut zu sehen.

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Die heiße Aschewolke, die der Vulkan ausspuckte, ging aber nur über einem ohnehin dünn besiedelten Gebiet nieder, wie die Behörden mitteilten. Über weitere Opfer wurde nichts bekannt, der Vulkan hat bislang 38 Menschen das Leben gekostet. Auf den rund 1.300 Kilometer entfernten Mentawai-Inseln, wo ein Erdbeben der Stärke 7,7 am Montag eine Flutwelle ausgelöst hatte, stieg die Zahl der Toten unterdessen auf 449.

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Im Katastrophengebiet seien zahlreiche weitere Leichen entdeckt worden, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Die Zahl der Vermissten sei inzwischen auf 96 zurückgegangen, weil viele Geflüchtete mittlerweile zurückgekehrt seien. Dank einer Wetterberuhigung konnte die Versorgung auch der abgelegensten Teile der Inselkette am Sonntag fortgesetzt werden. Hubschrauber konnten Schwerverletzte von den Inseln bergen.

Ein Transportflugzeug, sechs Hubschrauber und vier Boote brachten Hilfsgüter auf die Inseln. 23.000 Menschen haben durch den Tsunami ihr Zuhause verloren. Nach einer 21-minütigen Eruption des Vulkans Merapi am Samstag hatte die Aktivität vorübergehend nachgelassen, was viele Menschen bewog, nach Hause zurückzukehren, um nach ihren Feldern und ihrem Vieh zu sehen. Als die Sirenen heulten und die Lautsprecher Warnungen verbreiteten, stürzten die Menschen zu ihren Autos oder rannten einfach den Berg hinunter, um dem Ausbruch zu entkommen, wie ein Katastrophenschutzbeauftragter erklärte.

Seit Beginn der Eruptionen am Dienstag versuchen die Behörden, die Menschen von den Hängen des Vulkans fernzuhalten. Am Sonntag wurden mehr als 2.000 Soldaten eingesetzt, um die angeordneten Evakuierungen durchzusetzen.

dapd

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