Mindestens 17 Tote bei Tornado-Serie in USA

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Eine Tornado-Serie wütete im Mittleren Westen und Süden der USA.

Washington - Ein Vater und ein Kind werden im Schlaf von Trümmern erschlagen. Ein Mann stirbt, als sein Wohnmobil 400 Meter über eine Straße gewirbelt wird.

Eine ungewöhnliche Serie von Tornados hat dem Mittleren Westen und Süden der USA Tod und Verwüstung gebracht. Nach Medienberichten vom Samstag starben in den vier Bundesstaaten Arkansas, Oklahoma, Alabama und Mississippi mindestens 17 Menschen, darunter auch fünf Kinder.

Dutzende Einwohner wurden verletzt. Nach Angaben des Senders CNN wurden seit der Nacht zum Freitag mehr als 100 mögliche Tornados gemeldet, in mindestens fünf Staaten gab es teils schwere Zerstörungen. In Marengo County, einem Landkreis in Alabama, wüteten innerhalb von sechs Stunden vier Wirbelstürme hintereinander.

Die Sturmfront hatte in der Nacht zum Freitag zunächst Arkansas besonders schwer getroffen. Hier allein kamen sieben Menschen ums Leben, als entwurzelte Bäume auf Häuser und Wohnmobile stürzten. So wurden in der Gemeinde Crystal Springs ein Vater und seine 18 Monate alte Tochter von Trümmern im Schlaf erschlagen.

Auch ein Junge kam in Arkansas ums Leben. Der Sturm zog auch eine Schneise der Verwüstung durch Little Rock, die Hauptstadt des Staates. Hier starben nach Medienberichten eine Mutter und ihr achtjähriger Sohn: Die Frau hatte sich zu ihrem verängstigten Kind ins Bett gelegt, als der Sturm durch ihr Wohngebiet raste.

Zwei Menschen kamen in Oklahoma ums Leben, in der Nacht zum Samstag dann sieben weitere in Alabama und ein Einwohner in Mississippi. Zu den Opfern in Alabama gehören ein Mann, dessen Wohnmobil etwa 400 Meter weit über eine Landstraße gewirbelt wurde, und eine Mutter mit zwei ihrer Kinder.

In manchen Gebieten waren die Verwüstungen so groß, dass der Gouverneur von Alabama für den gesamten Bundesstaat den Notstand ausrief. Am Samstag zog das Sturmgebiet in Richtung Nordosten.

Von Gabriele Chwallek

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