Neuer Unicredit-Chef stärkt Hypovereinsbank den Rücken

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Der neue UniCredit CEO Federico Ghizzoni (li) und Verwaltungsratschef Dieter Rampl (re).

München - Auch nach dem Führungswechsel will die italienische Großbank Unicredit an ihrer Deutschland-Strategie festhalten.

“Deutschland ist und bleibt für uns ein Schlüsselmarkt“, sagte der neue Bankchef Federico Ghizzoni der “Süddeutschen Zeitung“ (Samstag). Unicredit werde auch das wenig profitable Privatkundengeschäft in Deutschland “auf keinen Fall aufgeben“.

Zur Unicredit gehört die deutsche Hypovereinsbank. Ghizzoni war am Donnerstagabend vom Verwaltungsrat der italienischen Großbank einstimmig zum Nachfolger Alessandro Profumos ernannt worden. Profumo hatte die Bank nach Differenzen mit Verwaltungsratschef Dieter Rampl verlassen. “Es war einfach Zeit für einen Wechsel“, zitierte die Zeitung Rampl, der bis 2005 Chef der Hypovereinsbank war. Rampl forderte von der neuen Führung um Ghizzoni höhere Gewinne: “Die Profitabilität könnte besser sein, keine Frage. Und darauf wird sich das Management konzentrieren.“

Grundsätzlich wolle Ghizzoni die Strategie nicht ändern, hieß es in dem Bericht. Er kündigte aber Korrekturen an: “Wir haben nicht unbegrenzt Kapital zur Verfügung, also müssen wir uns vermehrt auf Kernmärkte mit Wachstumspotenzial konzentrieren.“

In einigen Märkten werde Unicredit die Präsenz verstärken, in anderen zurückfahren. Zukäufe seien nicht ausgeschlossen.

dpa

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