Wo steckt Jeremie?

Elfjähriger reißt mit Kleintransporter aus

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Das Polizeifoto zeigt links den seit Dienstagabend (20.11.12) vermissten Jungen Jeremie A. (11) aus Lübtheen und rechts einen Kleintransporter, mit dem der Junge unterwegs ist.

Lübtheen - Gut 100 Kilometer weit ging die Fahrt über Schnellstraßen und durch die Großstadt Hamburg. Keine ungewöhnliche Strecke, aber ein ungewöhnlicher Fahrer saß am Steuer.

Ein elfjähriger Ausreißer aus Mecklenburg ist gut 100 Kilometer weit mit dem Kleintransporter seiner Pflegeeltern nach Hamburg gefahren. Er meldete sich am Mittwoch bei seinem Großvater in der Hansestadt, wie der Sender NDR 1 Radio MV berichtete. Das habe die Pflegemutter in Lübtheen dem Sender bestätigt. Hintergrund für die Flucht des Jungen vom Dienstag soll ein Sorgerechtsstreit sein. Der Elfjährige halte sich noch versteckt. Die Polizei teilte mit, das Kind noch nicht gefunden zu haben.

Das Fahrzeug der Pflegeeltern wurde Mittwoch in Hamburg-Billstedt entdeckt. Einem Polizeisprecher zufolge war der Transporter so geparkt, dass er eine Friedhofszufahrt blockierte. Die herbeigerufene Polizei identifizierte das zur Fahndung stehende Auto.

Im Raum Lübtheen hatte die Polizei unter anderem mit einem Polizeihubschrauber nach dem Jungen gesucht, weil die Pflegeeltern auch damit rechneten, dass er sich im Wald versteckt. Jeremie ist nach Polizeiangaben schon mehrfach ausgerissen. Auch sei er im Umgang mit Autos offenbar geübt. Er soll schon einmal in Hamburg mit einem Auto unterwegs gewesen sein und einen Verkehrsunfall gebaut haben. Die Polizei vermutet, dass der Elfjährige sein Verschwinden geplant hat. Er habe sich in einem unbeobachteten Moment die Schlüssel des weißen Mercedes-Transporters genommen und sei davongefahren.

dpa

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