Südkorea: Soldaten feuern auf Zivilflugzeug

+
Südkoreanische Soldaten haben im Grenzgebiet auf ein Passagierflugzeug (Archivbild) geschossen, das sie für eine Militärmaschine des kommunistischen Norden hielten.

Seoul - Gefährliche Verwechslung: Südkoreanische Soldaten haben im Grenzgebiet auf ein Passagierflugzeug geschossen, das sie für eine Militärmaschine des kommunistischen Norden hielten.

Das Flugzeug sei zum Glück außer Reichweite gewesen. Keiner der 119 Insassen an Bord der Maschine sei zu Schaden gekommen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag.

Dem Bericht zufolge befand sich das südkoreanische Flugzeug der Asiana Airlines im Anflug auf den Internationalen Flughafen Incheon vor der Küste, als zwei Soldaten mehrere Salven aus ihren K-2-Sturmgewehren auf den Flieger abgaben. Die Soldaten seien auf einer Insel nahe der Grenze stationiert. Sie hätten geglaubt, dass das Flugzeug auf einem ungewöhnlichen Kurs Richtung Norden geflogen sei, hieß es. Die Maschine sei jedoch laut der Fluggesellschaft niemals vom ihrem Kurs abgewichen.

Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen

Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen

Der Vorfall, der sich am Freitag bei Tagesanbruch nahe der innerkoreanischen Seegrenze vor der Westküste ereignet, verdeutlicht die angespannte Situation auf der geteilten koreanischen Halbinsel. Die Spannungen haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März 2010 und dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch Nordkoreas Küstenartillerie im November erheblich verschärft. Bei den Vorfällen waren 50 Menschen ums Leben gekommen. Seoul macht Nordkorea auch für den Schiffsuntergang verantwortlich.

dpa

Kommentare