Ausflaggungsstreit hat Nachspiel

Zwei "Traumschiff"-Chefs gehen

Neustadt in Holstein - Der Streit über eine Ausflaggung des Kreuzfahrtschiffs "MS Deutschland" hat ein personelles Nachspiel.

Nach dem Verzicht auf die Ausflaggung legen zwei der drei Geschäftsführer der “Traumschiff“-Reederei Peter Deilmann zum 15. August ihre Posten nieder. Die Geschäftsführer Andreas Demel und Marcus Mayr wollten “die Entscheidung gegen den Registerwechsel der 'Deutschland' nicht mittragen“, teilte Deilmann am Mittwoch in Neustadt in Holstein mit. Neu in die Geschäftsführung soll ein Finanzfachmann des Reederei-Eigentümers Aurelius einziehen.

Die Reederei kritisierte die Kürzung von Fördermitteln für Schiffe unter deutscher Flagge. Solange die Flaggenförderung nicht wieder auf altes Niveau erhöht werde, seien die Rahmenbedingungen verzerrt, erklärte sie. Für den unternehmerischen Erfolg sei es “essenziell, mit ähnlichen Rahmenbedingungen zu agieren wie vergleichbare Reedereien auf dem deutschen Markt“. Diese ließen ihre Kreuzfahrtschiffe alle nicht mehr unter deutscher Flagge fahren.

Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin behält Konstantin Bissias als Dritter von drei gleichberechtigten Deilmann-Geschäftsführern seinen Posten.

dapd

 

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