Boris Becker liest Sarrazin die Leviten

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Boris Becker spricht über Thilo Sarrazins Thesen

München - Fast alle Politiker haben ihre Meinung zu Thilo Sarrazins provokanten Thesen bereits kundgetan. Jetzt liest Tennis-Legende Boris Becker dem Skandal-Autor die Leviten. 

Boris Becker und Politik? Wie passt das denn zusammen? Vermutlich überhaupt nicht. Außer, dass die Tennis-Legende neben Thomas Gottschalk und Marius Müller-Westernhagen einst Werbung für den rot-grünen Doppelpass machte, ist über seine politische Gesinnung relativ wenig bekannt.

Anlass dafür, Becker trotzdem zum aktuellen Dauerthema "Deutschland schafft sich ab" zu befragen, war dessen Redaktionsbesuch bei der "Bild". Becker, der mit seinem Privatleben selbst für den ein oder anderen Skandal gesorgt hat (Stichwort "Samenraub", Stichwort "Besenkammer"), findet Sarrazins Thesen interessant - auch, weil man diese "normalerweise bei fünf Flaschen Bier bespricht". 

Boris Beckers Frauen - exotisch und erotisch

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Bei einem (jetzt Ex-)Bundesbank-Vorstand und ehemaligen Berliner Senator findet Becker die niedergeschriebenen und mehrmals ausgesprochene Bestandsaufnahme plus Prognose zur Migration in Deutschland allerdings völlig daneben.

"Ich bin froh, dass er diverse Ämter nicht mehr hat", sagt Becker der "Bild": "Das kann sich Deutschland nicht erlauben, so einen im Vorstand der Bundesbank. Ein wichtiger Mensch des Landes, der öffentlich solche Thesen aufstellt. Diese Meinung kann er haben, diese Meinung kann er auch vertreten – aber ich finde das riskant.“

Was Sarrazin über Becker zu sagen, ist derweil nicht bekannt.

tz

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