CDU-Präsidium für Aussetzung der Wehrpflicht

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Vorläufiges Ende einer Ära der Bundesrepubik, die Generationen junger Männer an die Waffe gerufen hat: Ausgesetzt werden soll die Wehrpflicht, wenn es nach dem CDU-Präsidium geht.

Berlin - Das CDU-Präsidium ist nach dpa-Informationen für die Aussetzung der Wehrpflicht. Auch die Bundeskanzlerin unterstützt die Pläne zur vorläufigen Entfallen der Wehrplicht.

Die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel und Unionsfraktionschef Volker Kauder stützten die Pläne von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag in der Parteizentrale in Berlin. Auch kritische CDU-Ministerpräsidenten hätten während der Präsidiumsklausur eingewilligt.

Guttenberg hatte seine Vorstellung zum Umbau der Bundeswehr am späten Sonntagabend während der Präsidiumsklausur in Diedersdorf bei Berlin erläutert. Dabei habe sich neben Merkel und Kauder auch Finanzminister Wolfgang Schäuble für die Aussetzung des Pflichtdienstes für Männer stark gemacht. Es habe keine Kritik gegeben. Auch nicht von Landesregierungschefs, die zuvor öffentlich Bedenken geäußert hätten.

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Die Wehrpflicht ist ein Markenkern der Union. Allerdings sehen inzwischen auch viele CDU-Politiker keine Wehrgerechtigkeit mehr gegeben, da nur noch rund 15 Prozent der jungen Männer eines Jahrgangs zum Wehrdienst eingezogen werden.

dpa

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