Dieter Althaus: Abschied aus der Politik 

+
Der frühere thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus kehrt der Politik den Rücken. Am Dienstag verabschiedete sich der CDU-Politiker vom Erfurter Landtag, sein Mandat legt er zum Monatsende nieder.

Erfurt - Der frühere thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus kehrt der Politik den Rücken. Am Dienstag verabschiedete sich der CDU-Politiker vom Erfurter Landtag, sein Mandat legt er zum Monatsende nieder.

Lesen Sie auch:

Althaus wird Magna-Lobbyist

Althaus: Rücktritt für Koalition nötig

Er gehe ohne Groll, erklärte der 51-Jährige. Seit Februar ist Althaus Vizepräsident des österreichischen Automobilzulieferers Magna. Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU) dankte Althaus für seinen unermüdlichen Einsatz und die hohen Verdienste um den Freistaat. Er habe das Land maßgeblich mitgeprägt und vor allem in der Bildungs-, Wirtschafts- und Finanzpolitik Maßstäbe gesetzt, sagte sie am Dienstag in Erfurt. Althaus hat sich nach eigenen Worten ohne Groll aus der Politik zurückgezogen. “Ich bin dankbar, dass ich 20 Jahre lang verantwortlich dabei sein konnte, Thüringen mit zu gestalten und mit aufzubauen“, sagte er dem Radiosender MDR Info.

Natürlich sei Wehmut dabei. Aber auch nach seinem Rücktritt “hängt nichts nach“, betonte er. Er habe im vergangenen Jahr nach intensiver Überlegung und zusammen mit seiner Familie Entscheidungen gefällt und bereue sie nicht. Der CDU-Politiker war seit 1990 Mitglied im Thüringer Landtag. Von 2003 bis 2009 hatte er das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten inne. Für Aufsehen sorgte sein Skiunfall am 1. Januar 2009 in Österreich, bei dem eine Frau ums Leben kam. Nach dem schlechten CDU-Ergebnis bei der Landtagswahl Ende August 2009 trat er vom Amt des Ministerpräsidenten zurück, seine Nachfolgerin wurde Christine Lieberknecht.

Althaus zeigte im MDR Freude über seine neue Aufgabe bei Magna: Er kenne den Automobilzulieferer seit Jahren und werde dort vor allem dafür zuständig sein, alle Geschäfte mit der VW-Gruppe zu koordinieren. Auch Kontakt nach Thüringen werde er weiter haben, da Magna dort zum einen Produktionsstätten habe und zum anderen mit Zulieferern aus dem Freistaat zusammenarbeite. Er werde künftig einen “regional, national und auch international fordernden Aufgabenbereich“ haben.

dapd

Kommentare