FDP: Ablehnung gegen Westerwelle nimmt zu

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Guido Westerwelle: Die Kritik an dem Vorsitzenden wird in der FDP immer lauter.

Mainz - Die Ablehnung gegen FDP-Chef Guido Westerwelle wird bei den Liberalen immer größer. Jüngster Fall: Ein Einsatz Westerwelles im rheinland-pfälzischen Wahlkampf wird von der Landes-FDP als wenig nützlich eingeschätzt.

Von verschiedenen Seiten gab es innerhalb der FDP in den letzten Tagen starke Kritik an Westerwelle. Der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki hatte im “Spiegel“ den Zustand der Partei kritisiert und der Parteiführung Untätigkeit vorgeworfen.  

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“Die Stimmung ist nicht so, dass sein Auftreten an der Basis als hilfreich angesehen wird“, sagte der FDP-Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz für die Wahl am 27. März 2011, Herbert Mertin, dem Internetportal “Spiegel online“. “Fakt ist, dass die Person des Bundesvorsitzenden uns seit Monaten wie ein Klotz am Bein hängt“, sagte er Angaben vom Mittwoch zufolge.

Es sei eine Tatsache, dass die FDP seit Monaten nicht aus dem Tief herauskomme. “Es mag ungerecht sein, aber so ist das nun mal in der Politik: Das wird ein Stück weit auch an der Person von Herrn Westerwelle festgemacht“, erklärte der FDP-Spitzenkandidat und Vorsitzende der Landtagsfraktion. Die FDP müsse nun analysieren, wie man aus dem Dauertief herauskomme.

“Da muss man sich was einfallen lassen und überlegen, in welcher Konstellation man das macht. Einfach weiter so zu tun, als wäre nichts gewesen - diese Strategie ist über Monate hinweg nicht von Erfolg gekrönt gewesen.“ Er empfehle Westerwelle, “die besinnlichen Weihnachtsfeiertage zu nutzen und sich zu überlegen, wie wir wieder in die Offensive kommen“.

dpa/mol

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