FC Bayern sorgt bereits vor

Drohnenangriffe auf Stadien? Laut BKA möglich

Berlin/München - Ausspähen, Stören, Terror: Für Angriffe mittels Drohnen über Fußballstadien gibt es laut Bundeskriminalamt viele Szenarien. Ein Bundesligist soll bereits Vorkehrungen treffen.

Deutsche Sicherheitsbehörden halten Drohnenangriffe auf Fußballstadien und andere Massenveranstaltungen für möglich: "Denkbare Szenarien, die mittels Drohnen ausgeführt werden können, reichen von Störungen von Veranstaltungen und allgemeinkriminellen Anwendungen über Ausspähungen bis hin zu möglichen terroristischen Anschlägen, zu denen auch Großveranstaltungen gehören können", sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes (BKA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Donnerstag. 

Das BKA habe eine Stelle eingerichtet, um den Markt für Drohnenabwehrsysteme zu beobachten und "Erkenntnisse der Länder und des Bundes zur Detektion und Abwehr von Drohnen zu bündeln", erklärte das BKA. Auch deutsche Stadionbetreiber fürchten dem Redaktionsnetzwerk zufolge die Gefahr von Drohnenangriffen. 

So führe der FC Bayern München schon Gespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall über den Kauf von elektromagnetischen Abwehrgeräten zum Schutz der Arena. Die Öffentlichkeit könne "sicher sein, dass wir unseren Pflichten bei Großveranstaltungen sehr sorgfältig nachgehen", zitierte das Redaktionsnetzwerk einen FCB-Sprecher.

Sicherheit bei der EM

Angesichts der am Wochenende beginnenden Europameisterschaft haben die französischen Behörden ihre Sicherheitsbemühungen weiter verstärkt. So seien die Fanmeilen strengen Kontrollen unterworfen und würden "perfekt abgeriegelt". "Es gibt eine generelle Bedrohung, die auf Europa lastet, die auf Frankreich lastet", sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwochabend.

afp

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