Guttenberg rechnet mit weiteren Gefallenen

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Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bei der Vorstellung des Buches "Ruhet in Frieden Soldaten" in Berlin.

Berlin - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Bundeswehr auf weitere Verluste in Afghanistan eingestellt. Man müsse "durchaus auch in diesem Sommer mit Gefallenen rechnen".

Das sagte er am Mittwoch bei einer Buchvorstellung in Berlin. Bereits am Vortag hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) gesagt, er erwarte weitere “schreckliche Nachrichten“ aus Afghanistan im Sommer. Die Sicherheitslage habe sich in einigen Bereichen erheblich verschlechtert. Guttenberg stellte am Mittwoch das Buch “Ruhet in Frieden, Soldaten!“ der beiden “Bild“-Reporter Julian Reichelt und Jan Meyer vor. Darin wird die Informationspolitik des Verteidigungsministeriums und der Bundeswehr während der vergangenen Jahre scharf kritisiert.

Unsere Soldaten in Afghanistan

Unsere Soldaten in Afghanistan

Guttenberg rief zu mehr Offenheit und Ehrlichkeit auf. “Der Einsatz wurde von Beginn an verharmlost“, sagte er. “Die Soldaten im Einsatz hat dies geärgert und es hat sie verstört.“ Der Verteidigungsminister betonte, dass er auch künftig Klartext reden wolle, wenn es um die Mission in Afghanistan gehe. “Ich spreche seit geraumer Zeit von Krieg und lasse mich von dieser Begrifflichkeit auch nicht abbringen.“ 

dpa

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