Letzte Zählappelle der Parteien vor der Wahl

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt am Mittwoch den Kandidaten von CDU und FPD, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), und seine Frau Bettina Wulff vor Beginn des ökumenischen Gottesdienstes in der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin teil.

Berlin - Mit Zählappellen haben die Parteien am Mittwochvormittag im Bundestag die letzten Weichen für die Wahl des Bundespräsidenten gestellt.

Die Fraktionen riefen ihre Delegierten aus Bundestag und Ländern im Reichstagsgebäude zusammen, um die Vollständigkeit festzustellen und letzte Erklärungen zum Wahlverfahren in der Bundesversammlung zu geben. Nach dem überraschenden Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler wählt die Bundesversammlung am Mittag ein neues Staatsoberhaupt. Favorit ist der Kandidat von Union und FDP, der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Das schwarz-gelbe Lager verfügt über eine klare absolute Mehrheit in dem Gremium. Mehrere FDP-Wahlmänner aus den Ländern haben aber angekündigt, für Joachim Gauck, den parteilosen Kandidaten von SPD und Grünen, zu stimmen.

Bilder von der Wahl des Bundespräsidenten

Bilder von der Wahl des Bundespräsidenten

Union und FDP entsenden 644 Delegierte in die Bundesversammlung, 21 mehr als die absolute Mehrheit. SPD und Grüne stellen 462 Wahlleute. Die Linke, die 124 Sitze in der Bundesversammlung hat, hat die Bundestagsabgeordnete und frühere Fernsehjournalistin Luc Jochimsen als Kandidatin nominiert. Die NPD, die drei Delegierte stellt, schickt wieder den Liedermacher Frank Rennicke ins Rennen. Die Linke hat sich noch nicht endgültig entschieden, ob sie in einem eventuellen zweiten oder dritten Wahlgang für Gauck stimmen könnte.

apn

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