Mappus bedauert Verletzte bei Demo

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Die Polizei hat mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken hunderte Menschen leicht verletzt.

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus bedauert, dass beim Polizeieinsatz zur Durchsetzung des Projekts Stuttgart 21 viele Menschen verletzt wurden. Die Polizei verwies auf die Aggresivität der Demonstranten.

“Niemand will, dass Menschen zu Schaden kommen“, sagte Mappus am Dienstag in Stuttgart. Dies gelte vor allem für die, die friedlich protestierten, und auch für die Polizisten. Eine Entschuldigung für den Polizeieinsatz lehnte Mappus ab.

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Stuttgart 21: Wasserwerfer gegen Demonstranten

Er sagte, der Südflügel des Hauptbahnhofs werde vorerst nicht abgerissen. Dies sei ein “deutliches Signal“ an die Gegner des Bahnprojekts “Stuttgart 21“. Mappus erläuterte , dass es deutlich effizienter gewesen sei, das Baugerät vom Nordflügel direkt zum Südflügel zu fahren und mit dem Abbruch zu beginnen. “Der Südflügel wird zur Zeit nicht angegangen, es wird in dieser vegetationsfreien Zeit keine weiteren Baumfällungen im Schlossgarten geben“, sagte Mappus.  

Mappus sagte, bis 2011 werde auch kein Baum im Schlossgarten mehr gefällt. Die Polizei hatte mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken hunderte Menschen leicht verletzt.

Polizei: Einsatz tut uns leid

Stuttgarts Polizeipräsident Siegfried Stumpf hat die gewaltsame Räumung des Stuttgart-21-Baufeldes bedauert. “Es tut uns leid, dass das so gelaufen ist“, sagte Stumpf am Dienstag in Stuttgart. Die Bilder vom vergangenen Donnerstag täten auch der Polizei weh. “Wir wollen alles dafür tun, dass dies ein einmaliges Ereignis bleibt.“

Die Aggression bei der Auseinandersetzung auf dem Stuttgart-21-Baufeld ging nach Angaben der Polizei von den Demonstranten aus. Der “massive Widerstand“ der Projektgegner habe erst dazu geführt, dass die Polizei im Schlossgarten Pfefferspray, Wasserwerfer und Schlagstöcke eingesetzt habe, sagte Inspekteur Dieter Schneider am Dienstag in Stuttgart. Landespolizeipräsident Wolf Hammann verwies auf jede Menge “Bilder von Aggression“ gegen die Polizei.

Als Rechtfertigung des Vorgehens seiner Beamten präsentierte Stumpf Videos: Zu sehen sind Jugendliche auf einem Lastwagen mit Absperrgittern, Kastanien werfende Demonstranten, brennende Feuerwerkskörper und Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Pfefferspray sei zunächst von den Demonstranten eingesetzt worden, sagte Schneider. Erst danach habe es die Erlaubnis zum Einsatz auch für die Polizisten gegeben.

Den Zeitpunkt für den Polizei-Einsatz parallel zu einer Schülerdemo verteidigte Stumpf. Er übernehme die volle Verantwortung für den Einsatz. Hinsichtlich seiner Taktik habe es von keinem Ministerium Anweisungen gegeben.

dpa

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