Merkel sieht Triumph der Regionalzeitungen

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto vom 14.01.2011) auf dem traditionellen Neujahrsempfang der rheinland-pfälzischen CDU in Mainz.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Rolle der regionalen Presse als wichtige Säule der Demokratie gewürdigt.

Die Regionalzeitungen hätten in den vergangenen Jahren einen “Triumph“ gefeiert, immer mehr Menschen interessierten sich für das Geschehen in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, sagte Merkel am Montag auf dem Neujahrsempfang der Mediengruppe M. DuMont Schauberg in Berlin.

Auch wenn kein Zeitungsverlag heute mehr auf das Internet verzichten könne, gebe es auch immer stärker das Bedürfnis, Ereignisse zu bewerten. “Dafür ist die Zeitung ein ganz wesentliches Element“, sagte die Kanzlerin. Der Verleger Alfred Neven DuMont bekräftigte das Engagement seines Hauses für das Zeitungsgeschäft.

Im Gegensatz zu den USA, wo Zeitungen als “reine Ware“ betrachten würden, hätten die Verleger in Deutschland eine starke Bindung zu ihren Blättern. Die Politik müsse aber überlegen, ob die Mehrwertsteuer für Zeitungen in Deutschland auf dem jetzigen Niveau bleiben solle und damit zum Teil doppelt so hoch wie in anderen europäischen Ländern. Subventionen für die Presse lehnte Neven DuMont ab.

Zur Gruppe M. DuMont Schauberg gehören der “Kölner Stadt-Anzeiger“, die “Berliner Zeitung“, die “Frankfurter Rundschau“ und die “Mitteldeutsche Zeitung“ sowie die israelische Zeitung “Haaretz“.

dpa

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