Kanzlerin findet Schweigen gut

Worum Angela Merkel die Männer beneidet

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Angela Merkel (r.) und Brigitte Huber, Chefredakteurin der Frauen-Zeitschrift "Brigitte".

Berlin - Die Bundeskanzlerin stellte sich in einem eher ungewöhnlichen Interview sehr privaten Fragen. Dabei verriet Angela Merkel, was sie an Männern attraktiv findet und warum sie Schweigen schätzt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kann dem Schweigen viel abgewinnen - auch in der Politik. In einem Gespräch mit dem Frauenmagazin „Brigitte“ am Donnerstagabend im Berliner Maxim Gorki Theater sagte die CDU-Chefin: „Schweigen wird ja eine Rarität in unserer Gesellschaft.“ Unter dem Beifall mehrerer hundert Zuhörer erklärte sie: „Denken beim Reden ist auch nicht so einfach.“ Sie mahnte: „Wenn man Verschiedenes denken will, braucht man vor dem Reden eine Phase des Schweigens.“

Auf die Frage, wo sie wirklich Stille erlebe, antwortete die Kanzlerin spontan: „Allein in meinem Büro.“ Als daraufhin im Publikum laut gelacht wurde, fügte sie hinzu: „Oder am Wochenende in der Natur, wenn man mal eine Stunde Zeit hat.“ Sie stellte aber auch schnell klar: „Nicht im Sinne des Ausruhens, sondern dass man mal einen Gedanken zu Ende führen kann.“

Merkels Mimik

Merkels Mimik

Kurzzeitig sprachlos war Merkel während des rund 90-minütigen Auftritts bei der Frage der „Brigitte“-Chefredakteurin Brigitte Huber, was sie an Männern attraktiv finde. Nach kurzem Schweigen und dann Lachen sagte Merkel mit einem Fragezeichen in der Stimme: „Schöne Augen?“ Neidisch sei sie nicht auf Männer. Erstens habe sie sich im Laufe ihres Lebens angewöhnt, mit sich als Frau zufrieden zu sein. Zweitens hätten es Männer heute nicht mehr leichter als Frauen. Zwei Dinge würde sie aber gern so gut können wie Männer: Holzhacken und mit tiefer Stimme sprechen.

dpa

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