Salafisten: Innenminister fordern harte Strafen

Berlin  - Nach den gewaltsamen Ausschreitungen militanter Salafisten bei einer Demonstration gegen Mohammed-Karikaturen fordern Unions-Innenminister Konsequenzen und harte Strafen.

Alle Gewalttäter müssten jetzt “zur Rechenschaft gezogen und hart bestraft werden“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) “Bild.de“. “Wir müssen die salafistische Szene noch stärker beobachten. Und wir müssen noch konsequenter vorgehen, wo zum Hass und zur Gewaltbereitschaft aufgerufen wird“, fügte der Minister hinzu.

Herrmann erklärte, bei nahezu allen Terrorplanungen und Anschlägen in den letzten Jahren hätten die Sicherheitsbehörden in Deutschland im Nachhinein einen Bezug zum Salafismus und eine Radikalisierung durch salafistische Propaganda feststellen können.

Salafisten verletzen Polizisten mit Steinen

Salafisten verletzen Polizisten mit Steinen

Bei Ausschreitungen zwischen Salafisten und der Polizei waren am Samstag in Bonn 29 Polizisten verletzt worden, zwei durch Messerstiche schwer. Gegen einen 25-jährigen Islamisten wurde Haftbefehl wegen dreifachen versuchten Polizistenmordes erlassen. Der Mann aus Hessen sei wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung bekannt, erklärte die Bonner Staatsanwaltschaft. Er habe den Angriff auf die Beamten gestanden, bestreite aber eine Tötungsabsicht.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sprach von einem “Schlag ins Gesicht aller friedlichen Muslime“. Er forderte einen “Schulterschluss friedliebender Muslime mit ihren Verbänden, um sich gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften einer weiteren Radikalisierung entgegenzustellen und Irrglauben und Glauben strikt zu trennen“.

dpa

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