Minister will mehr Lehrer mit Migrationshintergrund

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Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will mehr Einwanderer als Lehrer an Bayerns Schulen holen. Bisher hat der allergrößte Teil der 120.000 Lehrer im Freistaat einen rein deutschen Hintergrund.

München - Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) will mehr Einwanderer als Lehrer an Bayerns Schulen holen. Bisher hat der allergrößte Teil der 120.000 Lehrer im Freistaat einen rein deutschen Hintergrund.

Spaenle will erreichen, dass den vielen Schülern aus Einwandererfamilien zumindest der eine oder andere Lehrer mit so genanntem Migrationshintergrund begegnet. Außerdem sollen eingewanderte Eltern stärker am Schulleben beteiligt werden, wie die Staatskanzlei am Mittwoch nach der Kabinettssitzung mitteilte. So soll für die Mitarbeit in Elternbeiräten und anderen Schulaktivitäten geworben werden. Neue Großprojekte in Sachen Integration sind aber nicht geplant.

Einen Massenansturm von Einwanderern auf die Lehrerausbildung gibt es bisher nicht: In diesem Jahr hätten 30 Schüler mit Migrationshintergrund am Orientierungskurs “Migranten werden Lehrer“ teilgenommen, berichtete Spaenle. Der Versuch soll im nächsten Jahr wiederholt werden. Der Kultusminister berichtete seinen Kabinettskollegen über das Integrationspaket, das der Ministerrat im Frühjahr 2009 beschlossen hatte. Spaenle forderte auch die Eltern auf, das Ihre zu tun: “Die Mitarbeit der Familien ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Integration bei jungen Menschen“, sagte Spaenle.

dpa

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